<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>... schreiben ... &#187; Schule</title>
	<atom:link href="http://dopesoft.de/tag/schule/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://dopesoft.de</link>
	<description>... was das Leben so bereit hält</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Jan 2012 15:23:07 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Kieler Schauspielhaus: Punk Rock</title>
		<link>http://dopesoft.de/allgemein/kieler-schauspielhaus-punk-rock/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/allgemein/kieler-schauspielhaus-punk-rock/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Jan 2011 14:15:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[dies & das]]></category>
		<category><![CDATA[Amok]]></category>
		<category><![CDATA[Kiel]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=338</guid>
		<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag war ich im Schauspielhaus und habe das Stück &#8220;Punk Rock&#8221; von Simon Stephens gesehen. In einer der letzten Spielzeiten lief schon &#8220;Am Strand der weiten Welt&#8221;, das mir sehr gut gefallen hatte, deswegen war &#8220;Punk Rock&#8221; eigentlich ein Muss. Im Stück geht es um einen Gruppe von Jugendlichen, die allesamt aus gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2011/01/punkrock-theater.jpg" alt="" width="250" height="166" />Am vergangenen Donnerstag war ich im Schauspielhaus und habe das Stück <a href="http://philharmonisches-orchester-kiel.de/schauspiel/spielzeit/punk-rock.htm" target="_blank">&#8220;Punk Rock&#8221;</a> von Simon Stephens gesehen. In einer der letzten Spielzeiten lief schon &#8220;Am Strand der weiten Welt&#8221;, das mir sehr gut gefallen hatte, deswegen war &#8220;Punk Rock&#8221; eigentlich ein Muss.</p>
<p>Im Stück geht es um einen Gruppe von Jugendlichen, die allesamt aus gut situierten Verhältnissen stammen und  in eine teure Privatschule gehen. Am Anfang lernt man die verschiedenen Charaktere kennen und neigt dazu, sie gleich in die entsprechenden Schubladen zu verfrachten. Der obercoole, nicht ganz so gut aussehende Bennet ist mit der ehrgeizigen Cissy zusammen, die trotz guter Figur das Gefühl hat, zu fett zu sein. Die mollige Tanja scheint eine Nette zu sein, die jedoch Komplexe aufgrund ihrer Figur hat. Der gut aussehende Sportler Nicholas sagt anfangs nicht viel Gehaltvolles und der sympathisch wirkende William scheint unsicher im Umgang mit Mädchen zu sein. Ein bemitleidenswerter Außenseiter scheint der hochbegabte Chadwick zu sein, denn schnell zeigt sich, dass die Clique, allen voran Bennet ihn aufgrund seines Namens, seiner Klamotten und seiner Zurückhaltung mobben. Die neu an die Schule gekommene Lilly findet ihren Weg in die Clique und verliebt sich in Nicholas. Die beiden halten ihre Liason jedoch geheim und William rechnet sich ebenfalls Chancen bei ihr aus.</p>
<p>Nach einiger Zeit stellt man fest, dass fast jeder Charakter seine Probleme hat und auf seine Weise kaputt ist. Mit dem Leistungsdruck durch die Eltern, homosexuelle Neigungen, mangelndes Selbstbewusstsein und dem Druck in der Clique cool zu sein, geht jeder von ihnen unterschiedlich um. Als Zuschauer wird man Zeuge von Situationen, in denen gelogen, schlecht über einander geredet und offen gemobbt wird. Vor allem die Mobbingszenen erzeugen eine sehr bedrückende Atmosphäre, denn die Sprüche und Handlungen sind so mies und doch so realistisch, dass es mir mehrmals kalt den Rücken hinunter lief. Die Ereignisse spitzen sich zu und am Ende läuft einer der Jugendlichen Amok und erschießt fast alle Cliquenmitglieder.</p>
<p>Das Stück kommt gänzlich ohne Bühnenbild aus und die einzelnen Sequenzen werden durch die Animation eines Gitterrasters unterbrochen, das im Laufe des Stücks immer mehr aus den Fugen gerät. Untermalt sind diese Sequenzen durch laute Punkmusik.</p>
<p>Viele Äußerungen der Jugendlichen zeigen ihre Sicht auf ihre Umwelt. Lehrer und Eltern kommen dabei nicht gut weg. Doch auch die Zukunftsträume der Charaktere und ihre Meinung zur Welt außerhalb der Schule zeigen deutlich, wie sie sozialisiert wurden und wie desillusioniert sie doch sind. Von heiler Welt ist diese Jugend weit entfernt, denn sie schlägt sich mit vielen Unsicherheiten und negativen Zukunftsaussichten herum.</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/allgemein/kieler-schauspielhaus-punk-rock/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Dilemma der Schulen – Zufall oder Kalkül?</title>
		<link>http://dopesoft.de/kolumnen/das-dilemma-der-schulen-%e2%80%93-zufall-oder-kalkul/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/kolumnen/das-dilemma-der-schulen-%e2%80%93-zufall-oder-kalkul/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 18:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=322</guid>
		<description><![CDATA[In einigen Teilen der Bevölkerung hält sich nachhaltig die Ansicht, dass &#8220;die da oben&#8221; gar nicht daran interessiert sind, Verbesserungen zu schaffen. Das gilt in unserem Bundesland vor allem auch in der Bildungspolitik. es liegt einiges im Argen, aber die Lösungen kommen nicht auf den Weg. Da kann man sich schon Fragen, ob dies  so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/12/tafel-300x198.jpg" alt="" width="250" height="165" />In einigen Teilen der Bevölkerung hält sich nachhaltig die Ansicht,  dass &#8220;die da oben&#8221; gar nicht daran interessiert sind, Verbesserungen zu  schaffen. Das gilt in unserem Bundesland vor allem auch in der  Bildungspolitik. es liegt einiges im Argen, aber die Lösungen kommen  nicht auf den Weg. Da kann man sich schon Fragen, ob dies  so gewollt  ist oder ob die Probleme nicht im ausreichenden Maße gesehen und  kommuniziert werden.</p>
<p>Fortbildungen sind gut, denn durch sie hat man nicht nur die  Möglichkeit sich neues Wissen im eigenen Fach oder Strategien für den  täglichen Umgang mit Schülern anzueignen, sondern man kommt auch ins  Gespräch mit Kollegen. Oft drehen sich diese Gespräche um die Situation  an den verschiedenen Schulen in unserem Land und leider allzu oft hört  man nicht viel Positives. So ist die Unterrichtsversorgung in manchen  Fächern sehr unterschiedlich und entspricht nicht in allen Fällen den  Vorgaben der <a href="http://www.schleswig-holstein.de/Bildung/DE/Schulen/SchulrechtSchulgesetz/Erlasse/Downloads/Kontingentstundentafel.html" target="_blank">Kontingentstundentafel</a>.  Diese Stundentafel regelt, wie viele Stunden welchen Faches pro  Jahrgang erteilt werden sollen. Die Abweichung von diesen  Stundenvorgaben ist natürlich keine böse Absicht der jeweiligen  Schulleitungen. Oft sind einfach nicht genügend Lehrer vorhanden, die  das entsprechende Fach unterrichten können und das nicht nur in  bekannten &#8220;Mangelfächern&#8221; wie Physik oder Französisch, sondern  mittlerweile gibt es sogar Schulen, an denen es keine Geschichtslehrer  mit Fakultas (geprüfte Unterrichtsbefähigung) mehr gibt. Das bedeutet,  dass an der jeweiligen Schule keine Lehrer existieren, die das Fach  Geschichte tatsächlich studiert haben. Also wird fachfremd unterrichtet  was das Zeug hält, was selten von Vorteil für alle Beteiligten ist. Die  Kollegen, die von einem auf den anderen Tag ein ihnen unbekanntes Fach  unterrichten sollen, sind den Schülern oft nur zwei Seiten im Buch  voraus und zeitlich kaum in der Lage, fachspezifische, didaktische und  methodische Überlegungen über das neue Fach anzustellen. Ihnen fehlt  also das entsprechende Handwerkszeug, Stunden des besagten Faches so  vorzubereiten, dass die Schüler in den Genuss eines fördernden und  fordernden Fachunterrichts kommen können, bei dem die Lehrplan-Vorgaben  in die Unterrichtsvorbereitungen einbezogen werden. Wie ansprechend der  Unterricht in diesen Stunden dann aussieht kann man sich sicherlich  vorstellen.<img title="Weiterlesen..." src="http://landesblog.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-322"></span></p>
<p>In manchen Schulen werden aus Mangel an Fachlehrern einige Fächer  auch gar nicht oder in einem viel zu geringen Umfang  (Kontingentstundentafel) erteilt, was sehr zum Nachteil der Schüler ist.  Denn so wichtig der Mathe-, Deutsch- und Englischunterricht auch sein  mag, auch Fächer wie Technik, Kunst, Musik und Informatik bzw.  IT-Grundbildung sind für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen  wichtig. Außerdem ist eine gewisse Stringenz in der Erteilung bestimmter  Fächer nötig, denn welchen Sinn ergibt es, in Klasse 7 eine Stunde  Physik zu erteilen und dann erst wieder in Klasse 10?</p>
<p>Doch nicht nur im fachlichen Bereich sind viele Schulen schlecht  dran, auch was die allgemeine Stellenzuteilung angeht, liegt einiges im  Argen. So bekommen einige Schulen lange nicht die  Lehrerstundenkontingente zugestanden, die für die Zahl der Schüler an  der Schule nötig wäre. Diese berechnet sich aus der Menge der Schüler,  die an der Schule unterrichtet werden und hat oft auch Auswirkungen auf  die Klassengrößen. So ist es teilweise nur möglich, den  Unterrichtsbetrieb ordentlich aufrecht zu erhalten, wenn entsprechend  viele Referendare an die Schule geholt werden. Für diese sind jedoch  nicht immer die passenden Ausbildungslehrer verfügbar, so dass dann  Lehrer ohne entsprechende Fakultas fachfremd ausbilden müssen. Eine  äußerst ungünstige Konstellation, wenn man daran denkt, wie &#8220;gut&#8221; dann  die Referendare, also die kommende Lehrergeneration, ausgebildet sein  wird. In manchen Fällen müssen als Ausbildungslehrer auch diejenigen  herhalten, die seit Jahren auf keiner Fortbildung waren und einen  Unterrichtsstil wie in den achtziger Jahren pflegen, der Einsatz neuer  Medien im Unterricht beschränkt sich bei ihnen auf das Auflegen einer  Overheadfolie. Dennoch nehmen sie nicht selten gern die  Ausbildungsaufgabe wahr, denn immerhin sind zwei Stunden Hospitation in  der Woche ja nicht zu verachten, schließlich muss man da nicht selbst  vor der Klasse stehen, sondern lediglich während des Unterrichts des  Referendars hinten in der Klasse sitzen und nach der Stunde Ratschläge  für besseren Unterricht geben.</p>
<p>Schwierig wird es auch immer dann, wenn in einem Kollegium jemand für  längere Zeit ausfällt, sei es durch Krankheit, Schwangerschaft oder  Burn Out. Dann sollte eine Krankheitsvertretung kommen, so auf jeden  Fall die schöne Theorie. Doch in der Praxis ist es fast aussichtslos,  eine solche Vertretung zu finden. Aus diesem Grund wird auf  Wartekandidaten auf das Referendariat ausgewichen, die gerade ihr erstes  Staatsexamen abgelegt haben und ausschließlich über Erfahrungen aus  ihren wenigen Praktika verfügen. Diese haben lediglich den theoretischen  Teil ihrer Lehrerausbildung an der Universität absolviert, die Praktika  dauern nur wenige Wochen und bestehen hauptsächlich aus Hospitationen  bei gestandenen Lehrkräften. Da es in Schleswig-Holstein in der Regel  aufgrund der notenbezogenen Vorgaben einige Zeit dauert, bis die  Absolventen ihr Referendariat antreten können, gibt es jede Menge dieser  Wartekandidaten. Gelegentlich springt auch mal ein Student von der Uni  ein, der noch gar kein Examen hat. So kann es durchaus dazu kommen, dass  diese angehenden Lehrer aus der Not heraus plötzlich in voller  Klassenlehrerverantwortung ihren Mann stehen sollen.<br />
Probleme dieser Art könnten hier noch in vielfältiger Weise aufgelistet  werden, aber es ist sicherlich klar geworden, dass die Schulleitungen,  die Lehrer und nicht zuletzt die Schüler der betroffenen Schulen unter  diesen Umständen leiden.</p>
<p>Nun könnte man die Frage stellen: &#8220;Wenn alles so schlimm ist, warum  sagt dann niemand was oder wendet sich an die Presse?&#8221;. Und genau da ist  der große Haken, denn die meisten Schulen können es sich nicht leisten,  mit schlechten Schlagzeilen in Zusammenhang gebracht zu werden. Jede  Schule möchte möglichst attraktiv für die Eltern im Einzugsgebiet sein,  denen die Schulwahl ihres Kindes am Herzen liegt, denn das sind  vorwiegend auch die Familien, die über eine hohe Bildungsmotivation  verfügen. Ja, die Schulen fürchten sich förmlich vor jeglicher  schlechter Publicity, könnte es doch bedeuten, dass die gewünschten  Eltern sich dann eine andere Schule für ihre Zöglinge suchen und man nur  noch den unerwünschten &#8220;Rest&#8221; ab bekäme. Deshalb hält man sich schön  bedeckt und versucht den Laden unter allen Umständen am Laufen zu  halten, was oft auf dem Rücken der Lehrer und Schüler ausgetragen wird.  Nun kann man sich fragen, ob dieser Umstand von den Verantwortlichen in  Sachen Bildungspolitik gesehen aber geduldet wird, denn was kann man  sich mehr wünschen als Schulen die mehr oder weniger gut laufen und an  denen keiner meckert &#8230; zumindest nicht nach außen hin.</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/kolumnen/das-dilemma-der-schulen-%e2%80%93-zufall-oder-kalkul/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Medienkompetenz in der Schule</title>
		<link>http://dopesoft.de/allgemein/medienkompetenz-in-der-schule/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/allgemein/medienkompetenz-in-der-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 17:56:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[dies & das]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=303</guid>
		<description><![CDATA[Als ich heute Mittag in einer meiner wenigen längeren Pausen einen Kaffee trinken wollte, kam eine aufgeregte Schülerin zu mir und bat mich, ihr bei ihrer Power Point Präsentation zu helfen, die irgendwie nicht laufen wollte. Also ging ich mit ihr in den Raum und traf dort neben einem kompletten Kurs auch einen Kollegen. Dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div>
<p>Als ich heute Mittag in  einer meiner wenigen längeren Pausen einen Kaffee trinken wollte, kam  eine aufgeregte Schülerin zu mir und bat mich, ihr bei ihrer Power Point  Präsentation zu helfen, die irgendwie nicht laufen wollte. Also ging  ich mit ihr in den Raum und traf dort neben einem kompletten Kurs auch  einen Kollegen. Dieser begrüßte mich mit einer spöttischen Bemerkung die  Medienkompetenz der Schüler betreffend.</p>
<p>Die Schüler  hatten mittlerweile eine interessante Kabelkette gebastelt, die einen  Laptop über einen Monitor laufen ließ und dann über einen VGA-Splitter  über den Beamer. Nun ließ sich auf dem Beamer, jedoch kein Vollbild  einstellen. Auf Nachfrage, warum sie denn die ppt nicht über den PC  abspielen würden, der in diesem Raum mit dem besagten Monitor und Beamer  verbunden ist, erklärte man mir, das ginge nicht. Ein kurzer Blick auf  die Version der MS Office Version auf dem Laptop macht klar, dass diese  brandneu ist. Da kann der olle Kasten in der Schule nicht mithalten,  denn der hat &#8220;nur&#8221; Office 2007. Auf die Frage, warum sie es denn nicht  in einer älteren Version abspeichern würden, erntete ich nur  verständnislose Blicke von Schülern und dem Kollegen.</p>
<p>Also  ppt als ältere Version abgespeichert, auf den Stick gezogen und alles  wieder zurück gestöpselt &#8230; läuft. Beim Rausgehen hörte ich den  Kollegen dann noch einmal eine abfällige Bemerkung über die Kompetenzen  der Schüler sagen und fragte mich immer noch kaffeedurstig auf dem Weg  in die 8. und 9. Stunde warum er die paar Kicks nicht gemacht hatte.</p>
</div>
</div>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/allgemein/medienkompetenz-in-der-schule/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein bisschen Frieden wäre klug</title>
		<link>http://dopesoft.de/politik/ein-bisschen-frieden-ware-klug/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/politik/ein-bisschen-frieden-ware-klug/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 18:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=313</guid>
		<description><![CDATA[Das Etikett gibt oftmals den Ausschlag für die Kaufentscheidung. So geht es auch vielen Eltern, die für ihre Kinder nur die beste Schulbildung wollen. Deshalb möchten die meisten Eltern ihre Sprösslinge auch gern auf ein Gymnasium schicken, weil sie dort die beste Bildung und damit die aussichtsreichsten Zukunftschancen vermuten. Natürlich haben die Gymnasien auch nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/11/thumb_IMG_1126-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" />Das Etikett gibt oftmals den Ausschlag für die Kaufentscheidung. So  geht es auch vielen Eltern, die für ihre Kinder nur die beste  Schulbildung wollen. Deshalb möchten die meisten Eltern ihre Sprösslinge  auch gern auf ein Gymnasium schicken, weil sie dort die beste Bildung  und damit die aussichtsreichsten Zukunftschancen vermuten. Natürlich  haben die Gymnasien auch nur begrenzte Aufnahmekapazitäten und es sollte  ein gewisses Niveau gehalten werden. Das ist schwerlich möglich, wenn  auch Eltern mit Kindern schlechterer Schulartempfehlungen “es erstmal  auf dem Gymnasium versuchen wollen”. Mit der Schulreform des Jahres 2007  war durch das Angebot der Gemeinschaftsschule, in der die Kinder und  Jugendlichen in neun Jahren das Abitur machen, eine ernstzunehmende  Alternative eingeführt geworden, vor allem wenn das eigene Kind  vielleicht doch nicht zu den absoluten Überfliegern gehört. Für die ganz  Begabten, die ihre Empfehlung auf das Gymnasium bekommen hatten, stand  als Alternative immer noch G8 (Abitur an einem Gymnasium in acht  Schuljahren) zur Auswahl.<span id="more-313"></span></p>
<p>Längeres  gemeinsames Lernen war eine der Intentionen, die das 2007  verabschiedete Schulgesetz, durch die so genannte große Koalition,  hatte. Das hieß ungeachtet der Schulartempfehlung, sollten der Großteil  der Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule auf eine Regional-  oder Gemeinschaftsschule wechseln. Dort wird binnendifferenziert  unterrichtet und ggf. nur in bestimmten Langfächern (Mathe, Deutsch,  Englisch) in späteren Jahren auch äußerlich differenziert, indem  klassenübergreifende Kurse auf verschiedenen Niveaustufen angeboten  werden. Für Schüler XY kann das bedeuten, dass er zwar in Mathe den Kurs  auf einem niedrigen Niveau besucht, weil er in diesem Fach Schwächen  hat, jedoch in Deutsch oder Englisch durchaus einen Kurs auf höherem  Niveau besuchen kann, weil dort seine Stärken liegen. Ansonsten findet  die Differenzierung im Klassenraum statt und neben der fachlichen  Bildung wird viel Wert auf die Erweiterung der Sozial- und  Selbstkompetenz gelegt. “Lernen durch Lehren”, “Eigenlernzeit” und  “projektorientierter Unterricht” heißen hier die pädagogischen  Schlagworte.</p>
<p>Nun soll diese Reform durch <a href="http://landesblog.de/2010/10/an-den-schulen-%e2%80%93-teil-2-der-entwurf-fur-ein-neues-schulgesetz/" target="_blank">eine gesetzliche Neuregelung</a> untergraben werden. Denn mit einer Wiedereinführung des G9 an den  Gymnasien entscheidet in den Köpfen der Eltern viel eher wieder das  Etikett der Schule über die Güteklasse. Und auch die Eltern der weniger  begabten Grundschüler werden es nun “erstmal auf dem Gymnasium versuchen  wollen”. Wer das dann nicht schafft, kann ohne Probleme schräg in eine  Regional- oder Gemeinschaftsschule versetzt werden. Einfach auf dem  Papier in der Schülerakte, schwer zu ertragen für das Kind, das den  Ansprüchen und Vorstellungen seiner Eltern nicht gerecht geworden ist  und sich nun ein oder zwei Jahre später auf die andere Art zu lernen an  einer nichtgymnasialen Schulform einstellen muss.</p>
<p><img style="float: right; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/11/unklug-300x223.jpg" alt="" />Bildungsminister  Ekkehard Klug (FDP) sieht das als Fortschritt an, denn seiner Ansicht  nach handelt es sich bei dem Konstrukt der großen Koalition um eine “20  Jahre verfehlte sozialdemokratische Schulpolitik”, die er nicht bereit  ist zu zementieren. Ob diese Art der Schulpolitik funktionieren könnte,  ist im Moment noch nicht absehbar, denn die Gemeinschaftsschulen der  ersten Stunde sind mittlerweile erst im 7. Jahrgang. Deshalb ist es noch  zu früh abzusehen, wie viele von ihnen letztendlich mit guten  Abiturergebnissen ihren Abschluss machen konnten. Bisher gab es nur jede  Menge Arbeit an den Schulen und jede Menge Verunsicherung in den  Elternhäusern. Deshalb hat sich in der letzten Woche die Volksinitiative  <a href="http://www.schulfrieden-sh.de/" target="_blank"><strong>“Schulfrieden in Schleswig-Holstein”</strong></a> gebildet, die mit einer Unterschriftenaktion einen verbindlich  festgelegten Schulfrieden bis 2013 erreichen und deshalb Klugs Gesetz  kippen wollen. Einer der Initiatoren der Initiative ist der Vorsitzende  des Landeselternbeirates Stefan Hirt. Er erklärte, dass im Jahr 2013 die  ersten Schülerinnen und Schüler ihren Abschluss nach der Schulreform  2007 gemacht hätten und man dann auch erst sagen könne, ob das System so  funktioniere oder nicht. Nach eigenen Angaben haben die Initiatoren  etwa 150 Unterstützer.</p>
<p>Wir haben bei den Initiatoren nach- und die Beweggründe für die Aktion hinterfragt und Stefan Hirt erklärte folgendes:</p>
<blockquote><p>Bei uns drei Initiatoren handelt es sich  vielmehr um Eltern, die insgesamt 11 Kinder an dieser Schulform haben,  bzw. nach deren Schulabschluss mit Abitur hatten. Wir sind alle  überzeugt von dieser<br />
Schulart.  Allerdings haben wir auch sehr viele Gespräche mit Eltern aus  den anderen Schularten geführt, die sich alle unserer Forderung nach  produktiver Ruhe anschließen. Sowohl G8 Eltern von den Gymnasien,  vereinzelte G9 Eltern, Eltern von Regionalschulen und Grundschulen, als  auch Lehrer von ganz verschiedenen Schulformen sehen diese  Notwendigkeit.</p>
<p>Hier geht es also nicht allein um die Gemeinschaftsschulen. Es geht  vielmehr darum, der laufenden internen Findung und Entwicklung der sich  ja erst sozusagen im dritten “Lebensjahr” befindlichen Schulen nicht  durch ständige Richtungswechsel Steine in den Weg zu rollen, sondern  ihnen durch Verlässlichkeit, statt grenzenloser Freiheit, zu  ermöglichen, die von ihnen selbst in ihren pädagogischen Programmen  gesetzten Ziele zu erreichen. Ständiges Nachbessern im laufenden System  bringt immer wieder Unruhe und zuviel Unruhe bringt manchmal noch  unsichere Systeme in’s Wanken, statt ihnen Zeit für die Festigung zu  lassen.</p></blockquote>
<p>Aufgrund der Vorwürfe des Bildungsministers, die Kritik am neuen  Schulgesetz würde veraltete, sozialdemokratische Ideen unterstützen,  interessierte uns natürlich auch, ob die Initiative denn vielleicht  wirklich eine parteiliche Aktion ist, die sich als harmlose  Elterninitiative tarnt. Herr Hirt war in Bezug auf diese Frage offen:</p>
<blockquote><p>Ich selbst bin, wie auch meine Mitstreiter  Benita v.Brackel-Schmidt und Friedhard Temme, in keiner Partei und die  Unterstellung, wir würden sozialdemokratische Interessen verfolgen ist  schlicht falsch. Wir reden gerne mit allen Parteien, und Frau v.  Brackel-Schmidt und ich legen sehr viel Wert auf objektive und sachliche  Betrachtung aller “enthaltenen” Schulformen in unserem Amt im Vorstand  des LEB der Gemeinschaftsschulen und lassen uns auch nicht in eine  Schublade pressen.<br />
Wir arbeiten überparteilich in unseren Ämtern und sind politisch sehr  interessiert, dieses aber sehr offen. Dass die Gegner dieser  Volksinitiative versuchen, uns in eine politische Richtung zu pressen,  ist nur ein unsachlicher Versuch, Stimmung gegen uns zu machen.</p></blockquote>
<p>Das Ziel der Initiative ist es, 20.000 Unterschriften zu sammeln.  Dann muss sich nämlich der Landtag damit beschäftigen. Das  langfristigere Ziel ist ein Volksbegehren mit Option auf einen  Volksentscheid. Die Frage ist, ob in diesem Falle die Aufklärung der  Stimmberechtigten besser als in Hamburg funktioniert, denn dort hatten  kürzlich die Befürworter des längeren gemeinsamen Lernens vor allem  aufgrund sehr geringer Wahlbeteiligung den Kürzeren gezogen. Fakt ist,  dass die Zeit knapp wird, denn das neue Schulgesetz soll voraussichtlich  am Anfang des neuen Jahres verabschiedet werden, damit die Auswirkungen  zum Beginn des Schuljahres 2011/12 eintreten können.</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/politik/ein-bisschen-frieden-ware-klug/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum Medienkompetenzförderung nicht dort ankommt, wo sie gebraucht wird</title>
		<link>http://dopesoft.de/politik/warum-medienkompetenzforderung-nicht-dort-ankommt-wo-sie-gebraucht-wird/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/politik/warum-medienkompetenzforderung-nicht-dort-ankommt-wo-sie-gebraucht-wird/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 18:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=311</guid>
		<description><![CDATA[Am 29. September fand im Kieler Landeshaus der erste Medienkompetenztag Schleswig-Holstein statt. Dort stand, neben einem provokativen und teilweise irritierenden Vortrag von Rolf Schulmeister über das Medienverhalten der heutigen Jugend, die Vorstellung verschiedener Initiativen auf dem Programm. Diese präsentierten ihre Angebote und informierten die anwesenden Besucher. Besonders interessant war der GameTreff des Offenen Kanal Kiels, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 29. September fand im Kieler Landeshaus der erste  Medienkompetenztag Schleswig-Holstein statt. Dort stand, neben einem  provokativen und teilweise irritierenden <a href="http://www.tschlotfeldt.de/elearning-blog/1327-schulmeister-beim-medienkompetenztag-kiel" target="_blank">Vortrag</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Schulmeister" target="_blank">Rolf Schulmeister</a> über das Medienverhalten der heutigen Jugend, die Vorstellung  verschiedener Initiativen auf dem Programm. Diese präsentierten ihre  Angebote und informierten die anwesenden Besucher. Besonders interessant  war der <a href="http://www.okwestkueste.de/sh/lernen/mk_eltern/game_treff.php" target="_blank">GameTreff</a> des Offenen Kanal Kiels, dort konnten die Besucher Videospiele  verschiedener Genres selbst ausprobieren und sich ein genaueres Bild von  der Faszination machen, die diese Spiele auf Kinder und Jugendliche  haben. Daneben informierte das <a href="http://www.schleswig-holstein.de//IQSH/DE/IQSH_node.html" target="_blank">IQSH</a> über mediale Angebote für den Unterricht. Ziel dieses Tages und der noch folgenden soll es sein, ein <a href="http://www.schleswig-holstein.de/Medienkompetenz/DE/Medienkompetenz_node.html" target="_blank">Netzwerk</a> zu bilden, damit all die guten Angebote vermehrt genutzt werden können.  Am Ende des Nachmittags gab es noch eine Podiumsdiskussion mit den  medienpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen, in der es um deren  Pläne für den Ausbau der Medienkompetenzvermittlung in  Schleswig-Holstein ging.<span id="more-311"></span></p>
<p>Der Medienkompetenztag verstand sich als Auftaktveranstaltung für  eine ganze Reihe solcher Veranstaltungen und will etwas im Land bewegen.  Damit sich etwas bewegen kann, ist es jedoch nötig, dass sich die  Antreibenden der Probleme und der einzuschlagenden Richtung bewusst sind  und diese auch klar kommunizieren. Leider kam das beim  Medienkompetenztag zu kurz. Zwar wurden zahlreiche interessante Projekte  vorgestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, die Eltern und Lehrkräfte für  die Vermittlung von mehr Medienkompetenz nutzen können, aber es wurde  zu wenig über die Realitäten an der Basis gesprochen. Diese geben  nämlich durchaus Anlass zur Besorgnis, weil viel zu wenig von dem auf  der Veranstaltung gezeigten Know How dort ankommt. Das hat vielerlei  Gründe, die schwerlich durch eine Mehr an ambitionierten Angeboten in  den Griff bekommen werden können, sondern einen ganz anderen Ansatz  erfordern.</p>
<p>Der Begriff der Medienkompetenz ist für viele Eltern und Lehrkräfte  noch zu wenig greifbar und wird häufig mit der medientechnischen  Kompetenz, also dem sicheren Umgang mit der Hard- und Software an sich,  verwechselt. Auch diese Fähigkeit ist ernst zu nehmen. Zwar ist die  Verankerung solcher Inhalte in den aktuellen Lehrplänen schon vorhanden,  sie wird aber an vielen Schulen wenig umgesetzt: Es fehlt an  entsprechend ausgebildeten Lehrkräften und adäquater räumlicher  Ausstattung. So kann es durchaus vorkommen, dass Schülerinnen und  Schüler, die sich in der neunten Klasse auf ihre Projektprüfung  vorbereiten sollen, aufgrund ungünstiger Lehrerkonstellationen noch  keine Erfahrungen in Bezug auf Recherchemöglichkeiten im Internet und  angemessene Präsentationsverfahren sammeln konnten, diese aber im Rahmen  der Prüfung unter Beweis gestellt werden sollen. Das ließe sich durch  eine frühzeitige Integration von verpflichtenden IT-Grundlagen-Stunden  in die schulinterne Stundentafel beheben, wofür aber den meisten Schulen  einfach die zugeteilten Lehrerstunden fehlen.</p>
<p>Doch Medienkompetenz meint etwas anderes, bezieht sich vielmehr auf  das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit neuen  Medien. Es geht hier um einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen  Medien sowie die Fähigkeit, Inhalte gezielt auszuwählen, sie zu  reflektieren und ihr eventuelles Gefahrenpotential abzuwägen.</p>
<p>Natürlich sind in erster Linie die Eltern in der Verantwortung, ihren  Kindern diese Kompetenzen zu vermitteln. Doch die Realität zeigt, dass  die Eltern der Gruppe der 6- bis 16-Jährigen häufig selbst mit neuen  Medien überfordert und oft nicht in der Lage sind, dieser Forderung  gerecht zu werden. Das trifft vor allem auf so genannte bildungsfernere  Schichten zu, denn dort rezipiert man Inhalte aus Fernsehen und Internet  häufig unkritisch in Menge und Zeit. Aus diesem Grund wäre es umso  wichtiger, dass die Schule diese Lücke schließt und die nötigen  Kompetenzen vermittelt. Doch auch hier trifft man auf ähnliche Probleme:  Wenn auch Lehrkräfte unbestritten über ein höheres Bildungsniveau als  viele Eltern verfügen, ist ihre Affinität gegenüber neuen Medien  gleichwohl eher als gering einzustufen. Das macht sie zu Multiplikatoren  ohne nennenswerte Faktoren und bringt die Kindern und Jugendlichen  nicht weiter.</p>
<p>Zusätzlich fehlt ständig Zeit, etwa durch die Mehrbelastung, vor  allem in bürokratischen Bereichen der Schule. Auch die häufig sehr  heterogenen Lerngruppen, die ein ganz anderes Unterrichten erfordern,  machen es schwer, den vorgegebenen Stoff in der veranschlagten Zeit zu  vermitteln. Darüber hinaus bleibt neben der Arbeit in Planungs-,  Steuerungs-, Arbeits- und Teamgruppen wenig Zeit für Fortbildungen, die  nicht mehr oder weniger verpflichtend sind, weil man sonst keine Ahnung  hat, wie die nächste zentralisierte Prüfung oder Abwicklung von  Vergleichsarbeiten ablaufen soll. Da ist die Motivation relativ gering,  sich außerdem noch mit einem eher ungeliebten Thema, das ungeheuer  komplex erscheint, zu befassen. Eigene Erfahrungen mit neuen Medien  haben die meisten Lehrkräfte kaum, die Faszination für das Spielen von  Videospielen, Chatten mit Messengerprogrammen, Austauschen in sozialen  Netzwerken oder gar twittern übers Handy entzieht sich oft ihrer  Vorstellungskraft.</p>
<p>Nun wäre eine Veranstaltung wie der Medienkompetenztag durchaus eine  gute Gelegenheit, diese Probleme auf den Tisch zu bringen und zu  diskutieren, wie man ihnen begegnen könnte. Doch hätte das wieder andere  Fässer geöffnet, die offensichtlich tunlichst geschlossen bleiben  sollten. So zum Beispiel die Aufgaben im Rahmen der Bildung, der  Förderung von medialen Projekten und einer Neustrukturierung der  Lehrerausbildung. Wenn ein weniger medienaffiner Mensch sich  entschließt, Lehrer zu werden, ist es für ihn während des Studiums und  des  Referendariats durchaus möglich, jenen Seminaren und Modulen des  IQSH aus dem Weg zu gehen, die den Kontakt mit dem Computer erfordern.  So können Referendare an den Schulen landen, die nicht in der Lage sind,  einen simplen Arbeitsbogen mit einem Schreibprogramm zu erstellen, weil  ihnen schlichtweg die Kompetenzen fehlen. Wie deren Bezug zu neuen  Medien ist, kann man sich sicherlich lebhaft vorstellen. Hier wäre eine  Möglichkeit anzusetzen, denn mediale Erziehung hat in jedem Fach ihren  Stellenwert und sollte deshalb im Rahmen der Lehrerausbildung  verpflichtend sein.</p>
<p>Weiter geht es bei den Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte.  Auch hier ist keiner verpflichtet, entsprechende Angebote zu belegen. Es  treffen sich dort meistens diejenigen, die ohnehin schon ein gewisses  Maß an Kompetenzen mitbringen und eher enttäuscht zurück in die Schulen  gehen, weil die Umsetzbarkeit aus zeitlichen und finanziellen Aspekten  problematisch ist. Werden in Schulen aus Eigeninitiative Angeboten  gemacht, die sich auf den medialen Umgang beziehen, ist die Beteiligung  aus den Kollegien meist mager, weil es als Mehrbelastung und oft auch  Zeitverschwendung empfunden wird. Es muss also ernsthaft darüber  nachgedacht werden, wie man den vermeintlichen Multiplikatoren die  Wichtigkeit des Themas nahebringt, denn nur dann werden sie eine oder  mehrere der auf dem Medienkompetenztag vorgestellten Angebote nutzen.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist die Einbindung in den Unterricht. Wie schon  erwähnt, ist es bereits jetzt sehr schwierig, die im Lehrplan  verankerten Themen im Schuljahr unterzubringen. Der Ruf nach einem  eigenen Fach für die Vermittlung von IT Grundlagen und Medienkompetenz  wird immer wieder belächelt, könnte aber dabei helfen, die Inhalte  wirklich im Schulalltag anzusprechen. Doch die Kontingentstundentafel  sieht zwar für die Klassen 5 bis 9 verpflichtend insgesamt sechs Stunden  Religion vor, aber keine einzige verpflichtende Stunde für  informationstechnologische oder medienkompetenzfördernde Bildung. Das  sollte den verantwortlichen Politikern zu denken geben. Einige  Interessenten vor Ort hätten sich sicherlich klare Worte dazu in der  abschließenden Podiumsdiskussion gewünscht. Stattdessen tauschte man  sich darüber aus, was alles im Umgang mit Neuen Medien schiefgehen kann:  Man erfuhr unter anderem, dass “Jugendliche mit ihren Webcams Bilder  auf Partys machen und sie anschließend ins Internet stellen”. Man war  sich einig, dass man mit dem Gesetzesentwurf für den 14.  Rundfunkänderungsstaatsvertrag einen kleinen aber wichtigen Schritt  gegangen sei, das aber nicht ausreiche. Es stellt sich jedoch vor allem  für die schon aktiven Multiplikatoren an der Basis die Frage, wie lange  sie noch als Einzelkämpfer in Sachen Medienkompetenz unterwegs sein  werden und wann das Bewusstsein für die Wichtigkeit bei allen  Beteiligten angekommen sein wird.</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/politik/warum-medienkompetenzforderung-nicht-dort-ankommt-wo-sie-gebraucht-wird/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schulanfang in Schleswig-Holstein</title>
		<link>http://dopesoft.de/kolumnen/schulanfang-in-schleswig-holstein/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/kolumnen/schulanfang-in-schleswig-holstein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 16:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=292</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Tage ist die Aufregung in vielen Haushalten Schleswig-Holsteins besonders groß, denn viele Kleine und Große haben ihren ersten Schultag. Ob ABC-Schützen oder diejenigen, die zu weiterführenden Schule wechseln, eines haben sie gemeinsam, es kommt viel Neues auf sie zu und nur selten können sie abschätzen, was sie nun für die kommenden Jahre erwartet. Alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/08/schultuete.jpg" alt="" width="250" height="150" />Dieser Tage ist die Aufregung in vielen Haushalten Schleswig-Holsteins besonders groß, denn viele Kleine und Große haben ihren ersten Schultag. Ob ABC-Schützen oder diejenigen, die zu weiterführenden Schule wechseln, eines haben sie gemeinsam, es kommt viel Neues auf sie zu und nur selten können sie abschätzen, was sie nun für die kommenden Jahre erwartet.</p>
<p>Alle Jahre wieder &#8211; kommt nicht nur der Weihnachtsmann &#8211; sondern kommen auch viele neue Kinder in die Schule. Bei uns in Schleswig-Holstein sind es in diesem Jahr 24.000 neue ABC-Schützen, die ihren ersten Schultag haben. Doch warum nennt man diese eigentlich so, die Schule ist ja schließlich kein Ballerspiel, in dem man wehrlose Pixelbuchstaben abknallt. Den Begriff ABC-Schütze gibt es schon seit dem 16.Jahrhundert und setzt sich aus ABC, das für das Lernen der deutschen Sprache steht und dem Wort Schütze, das ursprünglich Anfänger oder Neuling bedeutete zusammen. Damit sind die ABC-Schützen das, was sie nun mal sind, Neulinge im Erlernen der deutschen Schriftsprache. Die meisten von ihnen freuen sich sicherlich auf ihren ersten Schultag, gibt es doch an dem, neben all den neuen Eindrücken, Heften, Büchern und Lehrern auch die Schultüte. Die gibt es noch gar nicht so lange, denn sie wurde erst im späten 19.Jahrhundert eingeführt und man hat sich diesen Brauch von den Juden abgeschaut, denn dort bekamen die Kinder zu Beginn ihres Schullebens ein süßes Buchstabengebäck geschenkt, getreu nach dem Psalmenwort: &#8220;Dein Wort ist in meinem Munde süßer als Honig.&#8221;. In manchen Gegenden Deutschlands ist auch der Begriff Zuckertüte geläufig. Mittlerweile verkommt auch diese Tradition zu einem Kommerzzirkus, denn man kann von der Hello Kitty, über die Spongebob und Star Wars Schültüte viele weitere Merchandiseartikel kaufen. Das bietet Eltern auch eine gute Gelegenheit ihr Kind im Sinnes des Konsum gleich von Anfang an adäquat auszurüsten und gleich die ganze Serie vom Sportbeutel bis zum Radiergummi zu kaufen. <span id="more-292"></span><br />
Auch für die Kinder und Jugendlichen, die dieser Tage in eine weiterführende Schule eingeschult werden, ist es eine aufregende Zeit. Nachdem sie glücklich vor wenigen Monaten den Druck der Schulartempfehlung überstanden und die konfusen Auswüchse ihrer Eltern bei der Schulwahl überlebt haben, geht es nun mit noch mehr Ernst des Lebens weiter. Nach Schulreform und anschließenden Aufweichungen dergleichen nach den Wahlen, sieht wohl kaum ein Laie mehr durch. Hauptschule, Regionalschule, Realschule, Gemeinschaftsschule, Gymnasium mit G8, G9 und G-manweißesnicht &#8211; wer soll da noch durchsehen und was ist für das eigene Kind am besten? Die Schullandschaft in Schleswig-Holstein ist bunt und vielfältig und kann sich ebenso schnell auch wieder ändern, bevor man sich so einigermaßen in die verschiedenen Schulangebote eingelesen hat. Man kann den jugendlichen Besuchern der vielen Schulformen nur wünschen, dass sie es gut getroffen haben und dort auch den gewünschten Abschluss machen können, immerhin sind sie mit 401.500 Mitstreitern nicht allein mit diesem Problem.</p>
<p>Ob es klappt oder nicht, liegt nicht zuletzt auch an denen, die lehren. Über 23.000 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an all den verschiedenen Schulformen und versuchen die lieben Kleinen aufs Leben vorzubereiten. Und auch für sie ist jeder Schulanfang ganz schön aufregend. Wird man in den Klassen unterrichten dürfen, die man kennt und sich gewünscht hat? Werden die neuen Kollegen nett sein? Wird man dieses Jahr wieder ein neues Fachcurriculum ausarbeiten dürfen, das kurze Zeit später in die Tonne getreten wird? Fragen über Fragen, die den Lehreralltag nicht langweilig werden lassen. Aber zum Glück gibt es ja viele nette Kollegen und Kolleginnen, die sich gerne die Lasten des Schulalltags teilen und damit ist alles schon viel leichter.</p>
<p>Die Hauptsache ist doch, dass das Lernen Spaß macht und das Leben bereichert, denn wie sagte schon Wladimir Illjitsch Uljanow, vielen besser bekannt als Lenin:  „Lernen, lernen und nochmals lernen.“</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/kolumnen/schulanfang-in-schleswig-holstein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit Fünftklässlern ins Theater</title>
		<link>http://dopesoft.de/kolumnen/mit-funftklasslern-ins-theater/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/kolumnen/mit-funftklasslern-ins-theater/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 11:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=210</guid>
		<description><![CDATA[Mit einer Horde Fünftklässler ins Theater zu gehen, ist an sich schon eine Herausforderung. Wenn es sich dabei noch um SchülerInnen aus einer eher bildungsferneren Schicht handelt, hat man als begleitende Pädagogin schon seine Bedenken, ob da alles ruhig und gesittet abläuft. Doch lest selbst, wie es uns erging. Der Kieler Stadtteil Mettenhof steht nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer Horde Fünftklässler ins Theater zu gehen, ist an sich schon eine Herausforderung. Wenn es sich dabei noch um SchülerInnen aus einer eher bildungsferneren Schicht handelt, hat man als begleitende Pädagogin schon seine Bedenken, ob da alles ruhig und gesittet abläuft. Doch lest selbst, wie es uns erging.<span id="more-210"></span></p>
<p>Der Kieler Stadtteil Mettenhof steht nicht immer für Harmonie und entspanntes Miteinander, da macht auch die dortige Schule keine Ausnahme. Die dortige frisch gebackene Gemeinschaftsschule stellt sich der Herausforderung, Schülerinnen und Schüler aller Schulempfehlungsarten in den fünften Klassen gemeinsam zu unterrichten. So sitzt dort das Kind mit Gymnasialempfehlung durchaus neben den „verhaltenskreativen“ Förderschülern, die manchmal zu recht merkwürdigen Ausfällen neigen, wenn sie sich überfordert fühlen. Das ist bereits im alltäglichen Unterricht eine Herausforderung, denn man abgesehen vom unterschiedlichen Lerntempo, treten täglich ganz verschiedene Situationen auf, die durchaus Eskalationspotential haben.</p>
<p>Da man als Lehrerin auch der ästhetischen Bildung Genüge tun möchte, wagten wir uns mit 110 SchülerInnen ins Kieler Opernhaus, um „Die Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens“ anzuschauen. Die erste Hürde war die Wahl der Karten, denn diese sind für die netteren Plätze zu teuer, als dass Eltern mit Hartz IV oder Einkommen unter der nicht vorhandenen Mindestlohngrenze sie sich leisten könnten. Also war nur der 3. Rang drin, was einige schon weniger toll fanden.</p>
<p>Bereits die Hinfahrt war ein Erlebnis. Das Mettenhofer Kind an sich, kommt nicht allzu oft aus seinem gewohnten Umfeld deswegen haben wir einen eigenen Bus bei der städtischen Busgesellschaft bestellt, der proppevoll Richtung Innenstadt fuhr. Alle waren aufgeregt und man hatte als Begleitung alle Hände voll zu tun, eine Totalverkrümelung des Busses zu verhindern, weil Kinder ja dazu neigen, bei Fahrten, egal wie kurz sie sind, essen zu müssen.</p>
<p>Am Operhaus angekommen, wurde es auch schon gestürmt, vor allem um auszukundschaften, ob irgendwo Naschis verkauft werden. Nach Einsammlung aller Fremdgänger konnten die Plätze weit ab von der Bühne in Besitz genommen werden und die Aufregung stieg. Viele hatten zwar schon diverse Verfilmungen der Weihnachtsgeschichte gesehen, aber wie würden die Geistern nun im Theater aussehen, würde Scrooge einen echten Hund haben und könnte es sein, dass dieser ins Publikum springt &#8230; vielleicht war es doch besser da auf dem 3. Rang zu sitzen.</p>
<p>Das Stück begann und ich war positiv überrascht &#8211; schlagartig trat Ruhe ein, eine Ruhe, die ich mir sonst nur wünschen konnte. 110 SchülerInnen starrten gebannt auf die Bühne, johlten an den richtigen Stellen und belohnten die SchauspielerInnen mit spontanem Szenenapplaus. Selbst die bereits erwähnten verhaltenskreativen Exemplare, saßen an der Seite der jeweils für sie verantwortlichen Lehrkraft und kamen offensichtlich noch nicht einmal ansatzweise auf die Idee zu stören, denn es war ja spannend.</p>
<p>Das Stück war eine gelungene Mischung aus heiteren, grusligen und spannenden Szenen, gespickt mit Musik und Tanzeinlagen, die die Kinder berührten und auch die begleitenden Erwachsenen nicht ganz kalt ließen. Hier und da war ein kleiner Insider zum Schmunzeln versteckt, der das Ganze sehr unterhaltsam machte.</p>
<p>Die Auftritte der Geister hatten Charme, auch wenn ein Schüler bemerkte, dass der &#8220;Einmarsch&#8221; des ersten Geistes Ähnlichkeit mit dem des Undertakers beim Wrestling habe. Nun gut, man braucht manchmal einfach Vergleichsgrößen. Eine gehörige Portion Slapstick zeigte wieder einmal, dass auch das moderne Kind sich an dem erfreuen kann, was schon die Kinder vorheriger Generationen begeisterte.</p>
<p>Am nächsten Tag in der Nachbesprechung des Stücks trat dann die zweite Überraschung ein, denn wirklich jeder wollte etwas dazu erzählen, alle waren begeistert und es wurden Beobachtungen von Details der Inszenierung berichtet, dass man nur staunen konnte.</p>
<p>Offensichtlich ist auch bei den Kindern aus sozialen Brennpunkten mehr Interesse und Motivation vorhanden, als man gemeinhin denkt, man muss es nur ausprobieren und ihnen Erlebnisse bieten, die sie in ihrem Alltag nicht haben. Die Erfahrung zeigt, dass sie allen Vorurteilen zum Trotz in der Lage sind, sich ordentlich zu benehmen, Kultur zu genießen und anschließend darüber zu reflektieren. Schade nur, dass es am Ende wieder eine Frage des Geldes ist, an der häufigere Wiederholungen scheitern.</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/kolumnen/mit-funftklasslern-ins-theater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verrohte Jugend</title>
		<link>http://dopesoft.de/kolumnen/verrohte-jugend/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/kolumnen/verrohte-jugend/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 15:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Amok]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=195</guid>
		<description><![CDATA[Es gab in der letzten Woche einen Amoklauf – schon wieder. Es war wieder eine Schule, wieder ein kleiner beschaulicher Ort und wieder ein junger Mann, der Amok gelaufen ist. Man liest dieser Tage viel in den verschiedensten Medien über diese Tat und es werden immer mehr Details bekannt, die eigentlich eher das sich mittlerweile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://dopesoft.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/fadenkreuz1.jpeg"><img class="alignright size-full wp-image-197" style="margin: 5px 10px; float: right;" title="fadenkreuz" src="http://dopesoft.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/fadenkreuz1.jpeg" alt="fadenkreuz" width="94" height="94" /></a>Es gab in der letzten Woche einen Amoklauf – schon wieder. Es war wieder eine Schule, wieder ein kleiner beschaulicher Ort und wieder ein junger Mann, der Amok gelaufen ist. Man liest dieser Tage viel in den verschiedensten Medien über diese Tat und es werden immer mehr Details bekannt, die eigentlich eher das sich mittlerweile verfestigende Täterprofil bestätigen. Wo früher die großen Tiraden über Killerspiele und Schützenvereine folgten, stehen nun immer wieder die gleichen Worte – übermäßiger Hass auf die Menschen, Außenseitertum, Ausgegrenztsein und Frust über die ungerechte Behandlung durch die Umwelt. Weiterhin muss man einen entsprechenden Hass auf die Institution Schule vermuten, denn Amokläufe passieren nicht in Diskotheken oder Einkaufszentren, wo sich der Durchschnittsjugendliche sehr gern aufhält, nein es sind immer wieder Schulen.<span id="more-195"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Besondere an dieser Tat war die Waffenwahl, denn der Täter griff zu eher ungewöhnlichen Waffen. Mit Molotov-Cocktails, Messern, Beil und Hammer bewaffnet, kam er in seine Schule und verletzte mehrere MitschülerInnen zum Teil schwer. Damit ist er eine Ausnahmeerscheinung in der Reihe der deutschen Amokläufer, die sich stets auf Distanzwaffen verlassen hatten. Die Ermittler haben den PC des Jugendlichen durchsucht und viel Aufschlussreiches gefunden, das jetzt nach und nach bekannt wird, doch sogenannte Killerspiele, Horror- oder Gewaltfilme waren nicht dabei. Das soll doch immer der Auslöser für solch martialische Fantasien sein. Was hat ihn dazu gerieben sich so auszurüsten?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Er soll viel geschrieben haben, doch das scheint als Ventil nicht ausgereicht zu haben. Über 80 Seiten sollen die Ermittler gefunden haben, diese sollen nun das Seelenleben des jungen Mannes erhellen, der davon berichtet in früheren Jahren verprügelt worden zu sein, ohne dass ihm einer seiner Mitschüler zu Hilfe gekommen ist. So etwas kann frustrieren, wird aber auch tagtäglich von vielen Kindern und Jugendlichen erlebt und nicht alle davon laufen Amok.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Was treibt diese jungen Menschen zu solchen Taten? Alle Welt scheint ratlos, doch wird es Zeit die Zeichen eines solchen Ausrastens früher zu erkennen, denn in letzter Zeit häufen ich die Vorfälle. Dieses Mal hat der Täter überlebt und kann befragt werden, was bei den vorangegangene Fällen nicht möglich war. Was wird dabei ans Licht kommen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Kann eine entsprechende Prävention tatsächlich erfolgen oder ist unsere Gesellschaft an sich eigentlich daran Schuld? Warum gibt es Amokläufe nicht an Hauptschulen in sozial problematischen Großstadtteilen? Es sind immer kleine, scheinbar nette Orte, in denen die Welt noch in Ordnung scheint. Es sind immer Gymnasien. Es sind immer Familien, die den Ruf haben gut zu funktionieren. Und es sind immer junge Männer, die scheinbar ganz allein in dieser schönen, heilen Welt nicht weiter wissen. Was fehlt ihnen und wie kann man es ihnen geben?</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/kolumnen/verrohte-jugend/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>PCs für Jederkind</title>
		<link>http://dopesoft.de/allgemein/pcs-fur-jederkind/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/allgemein/pcs-fur-jederkind/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 16:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[dies & das]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=202</guid>
		<description><![CDATA[Über Bildung geredet wird allerorts viel und fast immer mit dem gleichen Grundtenor – es muss etwas passieren. Doch zu oft bleibt es bei den leeren Worten, obwohl es manchmal nur kleine Schritte sind, die Großes bewirken können. Dass Bildung zu oft abhängig vom Geldbeutel der Eltern ist, weiß jeder und es wird von vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 5px 10px; float: right;" src="http://fraurichter.net/wp-content/uploads/2009/09/tuxhorde-300x224.jpg" alt="" width="256" height="191" />Über Bildung geredet wird allerorts viel und fast immer mit dem gleichen Grundtenor – es muss etwas passieren. Doch zu oft bleibt es bei den leeren Worten, obwohl es manchmal nur kleine Schritte sind, die Großes bewirken können.</p>
<p>Dass Bildung zu oft abhängig vom Geldbeutel der Eltern ist, weiß jeder und es wird von vielen Politikern auch als Ziel definiert, dass dies in Zukunft nicht mehr so sein soll. Doch mal abgesehen von der angestrebten Lehrmittelfreiheit und den unerwünschten Studiengebühren gibt es viele Ausgaben, die nötig sind, damit ein Kind oder Jugendlicher entsprechend am Ball bleiben kann. Neue Medien im Unterricht sind erwünscht, doch wenn ein Kind dann nach Hause geht und da keinen Computer stehen hat, kann er eben nicht daran weiterarbeiten, recherchieren oder eine Präsentation vorbereiten, wie das seine Altersgenossen aus bessergestellten Elternhäusern können.<span id="more-202"></span></p>
<p>Dieses Problem geht die <a href="http://fat.de/" target="_blank">Kieler Firma FAT</a> in Zusammenarbeit mit dem <strong>JAW</strong> bereits seit einiger Zeit offensiv an. Die Idee dahinter ist, dass Firmen ihre ausrangierten Computer spenden und diese dann von Jugendlichen im JAW entsprechend gewartet werden, damit sie an entsprechender Stelle eingesetzt werden können. Das Besondere daran ist die Wahl des Betriebssytems – Linux. Da setzt man komplett auf freie Software, die die gleichen Möglichkeiten bietet, wie die Produkte aus dem Haus Microsoft, nur mit dem großen Vorteil, dass sie nichts kosten und entsprechend legal aus dem Internet herunterladbar sind. Damit wird den Kindern und Jugendlichen zusätzlich eine Alternative zu den teuren Produkten geboten, die sie sich sonst eher durch Raubkopien beschaffen. Die Rechner sind in ihrer Konfiguration optimal auf die Bedürfnisse von Lernenden zugeschnitten, denn neben den gängigen Open Office-Anwendungen verfügen sie über Lernprogramme, Grafikprogramme und einen entsprechenden Internetfilter.</p>
<p>Bisher wird in Kiel mit vier Schulen zusammengearbeitet, der Theodor-Storm-Schule, dem Bildungszentrum Mettenhof, der Hermann-Löns-Schule und der Schule am Göteborgring. Dort können sich die Kinder und Jugendlichen melden, wenn sie aus Familien kommen, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, solche Anschaffungen selbstständig zu tätigen. Es bleibt zu hoffen, dass viele Firmen in der Umgebung dem guten Beispiel der Vorreiter folgen und entsprechende Spenden tätigen. Doch die Idee scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, denn erst heute vermeldete eine Mitteilung auf der FAT Webseite, dass eine Spende von 60 Rechnern eingegangen ist. Die Kinder und Jugendlichen, die sie bekommen, werden sich sicher freuen.</p>
<p>Weitere Informationen gab es heute bei den <a href="http://www.kn-online.de/microsites/magazinseiten/wirtschaft_regional/113556-Ein-Computer-fuer-jeden-Schueler.html" target="_blank">Kieler Nachrichten</a>.</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/allgemein/pcs-fur-jederkind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein (Wahl)kampf für Bildung</title>
		<link>http://dopesoft.de/kolumnen/ein-wahlkampf-fur-bildung-2/</link>
		<comments>http://dopesoft.de/kolumnen/ein-wahlkampf-fur-bildung-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 11:23:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dopesoft.de/?p=224</guid>
		<description><![CDATA[Die Zeiten ändern sich, die Bildungsministerin wurde entlassen aber das neue Schuljahr startet, wie alle anderen Jahre auch. Nach der Schulreform auf dem Papier vollzieht sich der Wandel nach und nach und hat nicht nur Sonnenseiten. Bildung ist wieder ein Modethema, spätestens seit dem die Parteien sie als Wahlkampfthema entdeckt haben. Frank-Walter Steinmeier, der Kanzlerkandidat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeiten ändern sich, die Bildungsministerin wurde entlassen aber das neue Schuljahr startet, wie alle anderen Jahre auch. Nach der Schulreform auf dem Papier vollzieht sich der Wandel nach und nach und hat nicht nur Sonnenseiten.</p>
<p>Bildung ist wieder ein Modethema, spätestens seit dem die Parteien sie als Wahlkampfthema entdeckt haben. Frank-Walter Steinmeier, der Kanzlerkandidat der SPD, legte in verschiedenen Reden die Wichtigkeit der Bildung einleuchtend dar und schrieb sich und seiner Partei die Förderung der Bildung auf die Fahnen. Bildung müsse kostenfrei sein, das sind hochtrabende Worte und soll ja auch schon gang und gäbe sein.<span id="more-224"></span></p>
<h3>Bildung darf nichts kosten</h3>
<p>Das sehen die Eltern mit mehreren Kindern und sozial schwächeren Stadtteilen eher anders. Da  müssen schon ein paar Euros berappt werden, am Anfang eines Schuljahres. Es muss eine neue Rundumausstattung her, die nicht ganz billig ist, dabei muss dann der Balanceakt geschafft werden, den eigenen Sprössling davon zu überzeugen, dass es weder die HSV- noch die Hannah Montana Collection sein muss, sondern dass es die  einfache und preiswertere Rucksack-, Turnbeutel-, Federtasche- und Radiergummi-Variante auch tut. Doch das war noch lange nicht alles. Die passenden Arbeitshefte zu den Schulbüchern müssen angeschafft werden, ein Atlas und dann steht noch eine Kennenlernenfahrt auf dem Programm. Glücklich kann da nur der Großverdiener sein, denn allen anderen schlägt so ein Schulanfang ganz schön auf den Geldbeutel. Schöne kostenfreie Bildung.</p>
<h3>Der Lehrer in der schönen neuen Medienwelt</h3>
<p>Doch nicht nur die Kosten stehen im Wahlkampfinteresse auch die Qualifizierung der Lehrkräfte, damit sie die Schüler auf die Herausforderungen der modernen Gesellschaft vorbereiten können – einer Gesellschaft von der viele in die Jahre gekommenen Beamten nicht ganz so viel verstehen. Social Networks, Onlinespiele und Cyber-Mobbing sind in deren Ohren böhmische Dörfer und ihr durch einschlägige Sendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gewonnener Erfahrungsschatz ist vorsichtig ausgedrückt ungenügend. Einige von ihnen teilen tapfer alle Jahre wieder ihre handschriftlich oder mit Schreibmaschine geschriebenen Arbeitsbögen aus den verstaubten Ordnern und scheren sich nicht drum, dass diese noch in alter Rechtschreibung verfasst sind. Jegliche Beschäftigung mit dieser Welt liegt ihnen fern, denn sie müssten dafür etwas von ihrer wertvollen Freizeit opfern, da Fortbildungen mit Vorliebe am Nachmittag stattfinden.</p>
<p>Doch in den überalterten Kollegien findet man auch stellenweise jüngere und frischere Gesichter. Doch nicht alle sind so, es gibt auch eine Menge engagierte ältere LehrerInnen die sich bereitwillig auf die neuen Medien einlassen und sich mutig durch die ihnen vorher unbekannten Dimensionen kämpfe. Sie lassen sich weder von Dienst-Emailadressen abschrecken, noch schockt sie die Onlineanmeldung für Fortbildungen.</p>
<h3>The Next Generation</h3>
<p>Doch was ist mit der nachfolgenden Lehrergeneration? Der wird es nicht leicht gemacht, zu wenige Referendariatsplätze, Mentoren die in den achtzigern stehe geblieben sind und eine Vorbereitung durch das Studium, die im Schulalltag so nützlich wie eine Wärmflasche in Afrika ist. Sie landen dann in Klassen mit diversen Förderschulkindern, die eigentlich gar nicht beschulbar sind und es als normal empfinden wegzulaufen, ganze Unterrichtsstunden durchzuschreien oder aggressiv zu werden. Früher wurden sie an speziellen Schulen betreut, doch das ist im Sinne der Inklusion nicht mehr nötig. Heute stehen in vielen Fällen noch nicht einmal Förderlehrer bereit, die die Regelschullehrer unterstützen, irgendwie wird es schon gehen.</p>
<p>Prima, dass in Bildung investiert werden soll, dann kann die Schulreform, die auf dem Papier so gut klingt, endlich auch in der Realität umgesetzt werden und die Umgebungsvariablen entsprechend optimiert werden. Wenn das Steuergeld erstmal im richtigen Topf ist, dass wird das schon laufen … oder man rettet eben mal wieder ein paar Banken.</p>

		
	]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dopesoft.de/kolumnen/ein-wahlkampf-fur-bildung-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

