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	<title>... schreiben ... &#187; Gesellschaft</title>
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		<title>Das Dilemma der Schulen – Zufall oder Kalkül?</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 18:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[In einigen Teilen der Bevölkerung hält sich nachhaltig die Ansicht, dass &#8220;die da oben&#8221; gar nicht daran interessiert sind, Verbesserungen zu schaffen. Das gilt in unserem Bundesland vor allem auch in der Bildungspolitik. es liegt einiges im Argen, aber die Lösungen kommen nicht auf den Weg. Da kann man sich schon Fragen, ob dies  so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/12/tafel-300x198.jpg" alt="" width="250" height="165" />In einigen Teilen der Bevölkerung hält sich nachhaltig die Ansicht,  dass &#8220;die da oben&#8221; gar nicht daran interessiert sind, Verbesserungen zu  schaffen. Das gilt in unserem Bundesland vor allem auch in der  Bildungspolitik. es liegt einiges im Argen, aber die Lösungen kommen  nicht auf den Weg. Da kann man sich schon Fragen, ob dies  so gewollt  ist oder ob die Probleme nicht im ausreichenden Maße gesehen und  kommuniziert werden.</p>
<p>Fortbildungen sind gut, denn durch sie hat man nicht nur die  Möglichkeit sich neues Wissen im eigenen Fach oder Strategien für den  täglichen Umgang mit Schülern anzueignen, sondern man kommt auch ins  Gespräch mit Kollegen. Oft drehen sich diese Gespräche um die Situation  an den verschiedenen Schulen in unserem Land und leider allzu oft hört  man nicht viel Positives. So ist die Unterrichtsversorgung in manchen  Fächern sehr unterschiedlich und entspricht nicht in allen Fällen den  Vorgaben der <a href="http://www.schleswig-holstein.de/Bildung/DE/Schulen/SchulrechtSchulgesetz/Erlasse/Downloads/Kontingentstundentafel.html" target="_blank">Kontingentstundentafel</a>.  Diese Stundentafel regelt, wie viele Stunden welchen Faches pro  Jahrgang erteilt werden sollen. Die Abweichung von diesen  Stundenvorgaben ist natürlich keine böse Absicht der jeweiligen  Schulleitungen. Oft sind einfach nicht genügend Lehrer vorhanden, die  das entsprechende Fach unterrichten können und das nicht nur in  bekannten &#8220;Mangelfächern&#8221; wie Physik oder Französisch, sondern  mittlerweile gibt es sogar Schulen, an denen es keine Geschichtslehrer  mit Fakultas (geprüfte Unterrichtsbefähigung) mehr gibt. Das bedeutet,  dass an der jeweiligen Schule keine Lehrer existieren, die das Fach  Geschichte tatsächlich studiert haben. Also wird fachfremd unterrichtet  was das Zeug hält, was selten von Vorteil für alle Beteiligten ist. Die  Kollegen, die von einem auf den anderen Tag ein ihnen unbekanntes Fach  unterrichten sollen, sind den Schülern oft nur zwei Seiten im Buch  voraus und zeitlich kaum in der Lage, fachspezifische, didaktische und  methodische Überlegungen über das neue Fach anzustellen. Ihnen fehlt  also das entsprechende Handwerkszeug, Stunden des besagten Faches so  vorzubereiten, dass die Schüler in den Genuss eines fördernden und  fordernden Fachunterrichts kommen können, bei dem die Lehrplan-Vorgaben  in die Unterrichtsvorbereitungen einbezogen werden. Wie ansprechend der  Unterricht in diesen Stunden dann aussieht kann man sich sicherlich  vorstellen.<img title="Weiterlesen..." src="http://landesblog.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-322"></span></p>
<p>In manchen Schulen werden aus Mangel an Fachlehrern einige Fächer  auch gar nicht oder in einem viel zu geringen Umfang  (Kontingentstundentafel) erteilt, was sehr zum Nachteil der Schüler ist.  Denn so wichtig der Mathe-, Deutsch- und Englischunterricht auch sein  mag, auch Fächer wie Technik, Kunst, Musik und Informatik bzw.  IT-Grundbildung sind für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen  wichtig. Außerdem ist eine gewisse Stringenz in der Erteilung bestimmter  Fächer nötig, denn welchen Sinn ergibt es, in Klasse 7 eine Stunde  Physik zu erteilen und dann erst wieder in Klasse 10?</p>
<p>Doch nicht nur im fachlichen Bereich sind viele Schulen schlecht  dran, auch was die allgemeine Stellenzuteilung angeht, liegt einiges im  Argen. So bekommen einige Schulen lange nicht die  Lehrerstundenkontingente zugestanden, die für die Zahl der Schüler an  der Schule nötig wäre. Diese berechnet sich aus der Menge der Schüler,  die an der Schule unterrichtet werden und hat oft auch Auswirkungen auf  die Klassengrößen. So ist es teilweise nur möglich, den  Unterrichtsbetrieb ordentlich aufrecht zu erhalten, wenn entsprechend  viele Referendare an die Schule geholt werden. Für diese sind jedoch  nicht immer die passenden Ausbildungslehrer verfügbar, so dass dann  Lehrer ohne entsprechende Fakultas fachfremd ausbilden müssen. Eine  äußerst ungünstige Konstellation, wenn man daran denkt, wie &#8220;gut&#8221; dann  die Referendare, also die kommende Lehrergeneration, ausgebildet sein  wird. In manchen Fällen müssen als Ausbildungslehrer auch diejenigen  herhalten, die seit Jahren auf keiner Fortbildung waren und einen  Unterrichtsstil wie in den achtziger Jahren pflegen, der Einsatz neuer  Medien im Unterricht beschränkt sich bei ihnen auf das Auflegen einer  Overheadfolie. Dennoch nehmen sie nicht selten gern die  Ausbildungsaufgabe wahr, denn immerhin sind zwei Stunden Hospitation in  der Woche ja nicht zu verachten, schließlich muss man da nicht selbst  vor der Klasse stehen, sondern lediglich während des Unterrichts des  Referendars hinten in der Klasse sitzen und nach der Stunde Ratschläge  für besseren Unterricht geben.</p>
<p>Schwierig wird es auch immer dann, wenn in einem Kollegium jemand für  längere Zeit ausfällt, sei es durch Krankheit, Schwangerschaft oder  Burn Out. Dann sollte eine Krankheitsvertretung kommen, so auf jeden  Fall die schöne Theorie. Doch in der Praxis ist es fast aussichtslos,  eine solche Vertretung zu finden. Aus diesem Grund wird auf  Wartekandidaten auf das Referendariat ausgewichen, die gerade ihr erstes  Staatsexamen abgelegt haben und ausschließlich über Erfahrungen aus  ihren wenigen Praktika verfügen. Diese haben lediglich den theoretischen  Teil ihrer Lehrerausbildung an der Universität absolviert, die Praktika  dauern nur wenige Wochen und bestehen hauptsächlich aus Hospitationen  bei gestandenen Lehrkräften. Da es in Schleswig-Holstein in der Regel  aufgrund der notenbezogenen Vorgaben einige Zeit dauert, bis die  Absolventen ihr Referendariat antreten können, gibt es jede Menge dieser  Wartekandidaten. Gelegentlich springt auch mal ein Student von der Uni  ein, der noch gar kein Examen hat. So kann es durchaus dazu kommen, dass  diese angehenden Lehrer aus der Not heraus plötzlich in voller  Klassenlehrerverantwortung ihren Mann stehen sollen.<br />
Probleme dieser Art könnten hier noch in vielfältiger Weise aufgelistet  werden, aber es ist sicherlich klar geworden, dass die Schulleitungen,  die Lehrer und nicht zuletzt die Schüler der betroffenen Schulen unter  diesen Umständen leiden.</p>
<p>Nun könnte man die Frage stellen: &#8220;Wenn alles so schlimm ist, warum  sagt dann niemand was oder wendet sich an die Presse?&#8221;. Und genau da ist  der große Haken, denn die meisten Schulen können es sich nicht leisten,  mit schlechten Schlagzeilen in Zusammenhang gebracht zu werden. Jede  Schule möchte möglichst attraktiv für die Eltern im Einzugsgebiet sein,  denen die Schulwahl ihres Kindes am Herzen liegt, denn das sind  vorwiegend auch die Familien, die über eine hohe Bildungsmotivation  verfügen. Ja, die Schulen fürchten sich förmlich vor jeglicher  schlechter Publicity, könnte es doch bedeuten, dass die gewünschten  Eltern sich dann eine andere Schule für ihre Zöglinge suchen und man nur  noch den unerwünschten &#8220;Rest&#8221; ab bekäme. Deshalb hält man sich schön  bedeckt und versucht den Laden unter allen Umständen am Laufen zu  halten, was oft auf dem Rücken der Lehrer und Schüler ausgetragen wird.  Nun kann man sich fragen, ob dieser Umstand von den Verantwortlichen in  Sachen Bildungspolitik gesehen aber geduldet wird, denn was kann man  sich mehr wünschen als Schulen die mehr oder weniger gut laufen und an  denen keiner meckert &#8230; zumindest nicht nach außen hin.</p>

		
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		<title>Ein bisschen Frieden wäre klug</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 18:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Etikett gibt oftmals den Ausschlag für die Kaufentscheidung. So geht es auch vielen Eltern, die für ihre Kinder nur die beste Schulbildung wollen. Deshalb möchten die meisten Eltern ihre Sprösslinge auch gern auf ein Gymnasium schicken, weil sie dort die beste Bildung und damit die aussichtsreichsten Zukunftschancen vermuten. Natürlich haben die Gymnasien auch nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/11/thumb_IMG_1126-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" />Das Etikett gibt oftmals den Ausschlag für die Kaufentscheidung. So  geht es auch vielen Eltern, die für ihre Kinder nur die beste  Schulbildung wollen. Deshalb möchten die meisten Eltern ihre Sprösslinge  auch gern auf ein Gymnasium schicken, weil sie dort die beste Bildung  und damit die aussichtsreichsten Zukunftschancen vermuten. Natürlich  haben die Gymnasien auch nur begrenzte Aufnahmekapazitäten und es sollte  ein gewisses Niveau gehalten werden. Das ist schwerlich möglich, wenn  auch Eltern mit Kindern schlechterer Schulartempfehlungen “es erstmal  auf dem Gymnasium versuchen wollen”. Mit der Schulreform des Jahres 2007  war durch das Angebot der Gemeinschaftsschule, in der die Kinder und  Jugendlichen in neun Jahren das Abitur machen, eine ernstzunehmende  Alternative eingeführt geworden, vor allem wenn das eigene Kind  vielleicht doch nicht zu den absoluten Überfliegern gehört. Für die ganz  Begabten, die ihre Empfehlung auf das Gymnasium bekommen hatten, stand  als Alternative immer noch G8 (Abitur an einem Gymnasium in acht  Schuljahren) zur Auswahl.<span id="more-313"></span></p>
<p>Längeres  gemeinsames Lernen war eine der Intentionen, die das 2007  verabschiedete Schulgesetz, durch die so genannte große Koalition,  hatte. Das hieß ungeachtet der Schulartempfehlung, sollten der Großteil  der Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule auf eine Regional-  oder Gemeinschaftsschule wechseln. Dort wird binnendifferenziert  unterrichtet und ggf. nur in bestimmten Langfächern (Mathe, Deutsch,  Englisch) in späteren Jahren auch äußerlich differenziert, indem  klassenübergreifende Kurse auf verschiedenen Niveaustufen angeboten  werden. Für Schüler XY kann das bedeuten, dass er zwar in Mathe den Kurs  auf einem niedrigen Niveau besucht, weil er in diesem Fach Schwächen  hat, jedoch in Deutsch oder Englisch durchaus einen Kurs auf höherem  Niveau besuchen kann, weil dort seine Stärken liegen. Ansonsten findet  die Differenzierung im Klassenraum statt und neben der fachlichen  Bildung wird viel Wert auf die Erweiterung der Sozial- und  Selbstkompetenz gelegt. “Lernen durch Lehren”, “Eigenlernzeit” und  “projektorientierter Unterricht” heißen hier die pädagogischen  Schlagworte.</p>
<p>Nun soll diese Reform durch <a href="http://landesblog.de/2010/10/an-den-schulen-%e2%80%93-teil-2-der-entwurf-fur-ein-neues-schulgesetz/" target="_blank">eine gesetzliche Neuregelung</a> untergraben werden. Denn mit einer Wiedereinführung des G9 an den  Gymnasien entscheidet in den Köpfen der Eltern viel eher wieder das  Etikett der Schule über die Güteklasse. Und auch die Eltern der weniger  begabten Grundschüler werden es nun “erstmal auf dem Gymnasium versuchen  wollen”. Wer das dann nicht schafft, kann ohne Probleme schräg in eine  Regional- oder Gemeinschaftsschule versetzt werden. Einfach auf dem  Papier in der Schülerakte, schwer zu ertragen für das Kind, das den  Ansprüchen und Vorstellungen seiner Eltern nicht gerecht geworden ist  und sich nun ein oder zwei Jahre später auf die andere Art zu lernen an  einer nichtgymnasialen Schulform einstellen muss.</p>
<p><img style="float: right; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/11/unklug-300x223.jpg" alt="" />Bildungsminister  Ekkehard Klug (FDP) sieht das als Fortschritt an, denn seiner Ansicht  nach handelt es sich bei dem Konstrukt der großen Koalition um eine “20  Jahre verfehlte sozialdemokratische Schulpolitik”, die er nicht bereit  ist zu zementieren. Ob diese Art der Schulpolitik funktionieren könnte,  ist im Moment noch nicht absehbar, denn die Gemeinschaftsschulen der  ersten Stunde sind mittlerweile erst im 7. Jahrgang. Deshalb ist es noch  zu früh abzusehen, wie viele von ihnen letztendlich mit guten  Abiturergebnissen ihren Abschluss machen konnten. Bisher gab es nur jede  Menge Arbeit an den Schulen und jede Menge Verunsicherung in den  Elternhäusern. Deshalb hat sich in der letzten Woche die Volksinitiative  <a href="http://www.schulfrieden-sh.de/" target="_blank"><strong>“Schulfrieden in Schleswig-Holstein”</strong></a> gebildet, die mit einer Unterschriftenaktion einen verbindlich  festgelegten Schulfrieden bis 2013 erreichen und deshalb Klugs Gesetz  kippen wollen. Einer der Initiatoren der Initiative ist der Vorsitzende  des Landeselternbeirates Stefan Hirt. Er erklärte, dass im Jahr 2013 die  ersten Schülerinnen und Schüler ihren Abschluss nach der Schulreform  2007 gemacht hätten und man dann auch erst sagen könne, ob das System so  funktioniere oder nicht. Nach eigenen Angaben haben die Initiatoren  etwa 150 Unterstützer.</p>
<p>Wir haben bei den Initiatoren nach- und die Beweggründe für die Aktion hinterfragt und Stefan Hirt erklärte folgendes:</p>
<blockquote><p>Bei uns drei Initiatoren handelt es sich  vielmehr um Eltern, die insgesamt 11 Kinder an dieser Schulform haben,  bzw. nach deren Schulabschluss mit Abitur hatten. Wir sind alle  überzeugt von dieser<br />
Schulart.  Allerdings haben wir auch sehr viele Gespräche mit Eltern aus  den anderen Schularten geführt, die sich alle unserer Forderung nach  produktiver Ruhe anschließen. Sowohl G8 Eltern von den Gymnasien,  vereinzelte G9 Eltern, Eltern von Regionalschulen und Grundschulen, als  auch Lehrer von ganz verschiedenen Schulformen sehen diese  Notwendigkeit.</p>
<p>Hier geht es also nicht allein um die Gemeinschaftsschulen. Es geht  vielmehr darum, der laufenden internen Findung und Entwicklung der sich  ja erst sozusagen im dritten “Lebensjahr” befindlichen Schulen nicht  durch ständige Richtungswechsel Steine in den Weg zu rollen, sondern  ihnen durch Verlässlichkeit, statt grenzenloser Freiheit, zu  ermöglichen, die von ihnen selbst in ihren pädagogischen Programmen  gesetzten Ziele zu erreichen. Ständiges Nachbessern im laufenden System  bringt immer wieder Unruhe und zuviel Unruhe bringt manchmal noch  unsichere Systeme in’s Wanken, statt ihnen Zeit für die Festigung zu  lassen.</p></blockquote>
<p>Aufgrund der Vorwürfe des Bildungsministers, die Kritik am neuen  Schulgesetz würde veraltete, sozialdemokratische Ideen unterstützen,  interessierte uns natürlich auch, ob die Initiative denn vielleicht  wirklich eine parteiliche Aktion ist, die sich als harmlose  Elterninitiative tarnt. Herr Hirt war in Bezug auf diese Frage offen:</p>
<blockquote><p>Ich selbst bin, wie auch meine Mitstreiter  Benita v.Brackel-Schmidt und Friedhard Temme, in keiner Partei und die  Unterstellung, wir würden sozialdemokratische Interessen verfolgen ist  schlicht falsch. Wir reden gerne mit allen Parteien, und Frau v.  Brackel-Schmidt und ich legen sehr viel Wert auf objektive und sachliche  Betrachtung aller “enthaltenen” Schulformen in unserem Amt im Vorstand  des LEB der Gemeinschaftsschulen und lassen uns auch nicht in eine  Schublade pressen.<br />
Wir arbeiten überparteilich in unseren Ämtern und sind politisch sehr  interessiert, dieses aber sehr offen. Dass die Gegner dieser  Volksinitiative versuchen, uns in eine politische Richtung zu pressen,  ist nur ein unsachlicher Versuch, Stimmung gegen uns zu machen.</p></blockquote>
<p>Das Ziel der Initiative ist es, 20.000 Unterschriften zu sammeln.  Dann muss sich nämlich der Landtag damit beschäftigen. Das  langfristigere Ziel ist ein Volksbegehren mit Option auf einen  Volksentscheid. Die Frage ist, ob in diesem Falle die Aufklärung der  Stimmberechtigten besser als in Hamburg funktioniert, denn dort hatten  kürzlich die Befürworter des längeren gemeinsamen Lernens vor allem  aufgrund sehr geringer Wahlbeteiligung den Kürzeren gezogen. Fakt ist,  dass die Zeit knapp wird, denn das neue Schulgesetz soll voraussichtlich  am Anfang des neuen Jahres verabschiedet werden, damit die Auswirkungen  zum Beginn des Schuljahres 2011/12 eintreten können.</p>

		
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		<title>Braucht Beate de-mail?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 18:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Neulich im Chat unterhalten sich Zwei über die möglichen Notwendigkeiten der de-mail. Interessant war es. U.Ziman: und intressant U.Ziman: btw, ich check grad mails U.Ziman: willst du .de-mail adresse mal haben, oder willste den service aus irgendwelchen gründen ignorieren? Lita: was das? U.Ziman:de-mail ist service von der deutschen post zusammen mit der regierung U.Ziman: d.h. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich im Chat unterhalten sich Zwei über die möglichen Notwendigkeiten der de-mail. Interessant war es.</p>
<blockquote><p>U.Ziman: und intressant<br />
U.Ziman: btw, ich check grad mails<br />
U.Ziman: willst du .de-mail adresse mal haben, oder willste den service aus irgendwelchen gründen ignorieren?<br />
Lita: was das?<br />
U.Ziman:de-mail ist service von der deutschen post zusammen mit der regierung<br />
U.Ziman: d.h. du kannst offizielle dokumente per mail bekommen<br />
Lita: phhh, brauch man das?<br />
U.Ziman: is umsonst und spart papier :d<br />
Lita: was krieg ich denn dann vllt so beispiel</p>
<p>U.Ziman: evtl wird man auch irgendwelche anträge und steuererklärungen und all son mist dann gut los<br />
Lita: wuä, was ist eine steuererklärung<br />
Lita: ??<br />
U.Ziman: und kann in der zukunft sämtliche ämterkommunikation mailen<br />
U.Ziman: ohne ne stunde anzustehen um den antrag auf kinderhaltung oder so abzugeben<br />
U.Ziman: das is son ding, dass die arbeitenden irgendwann machen müssen<br />
U.Ziman: beate auch oder nicht?<br />
Lita: wie kann ich mein pgp schlüssel pw ändern?<br />
U.Ziman: boah&#8230; kommt aufs plugin an<br />
U.Ziman: evtl auch nur per kommandozeile<br />
Lita: who the f*** is beate?<br />
U.Ziman: achhh..gnarg<br />
U.Ziman: beamte!!!</p></blockquote>

		
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		<title>Deutschland vs. Türkei</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 18:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[In der letzten Woche dominierte kaum ein Ereignis so sehr die Medien, wie das am vergangenen Freitag stattfindende Fußballspiel Deutschland gegen Türkei. Der schon während der WM fast gebetsmülenartige Lobgesang auf die junge deutsche Mannschaft, die so herrlich multikulti ist, wurde wieder angestimmt und es fand allerlei mediales Drumherum statt. Noch vor nicht so langer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der letzten Woche dominierte kaum ein Ereignis so sehr die Medien,  wie das am vergangenen Freitag stattfindende Fußballspiel Deutschland  gegen Türkei. Der schon während der WM fast  gebetsmülenartige Lobgesang auf die junge deutsche Mannschaft, die so  herrlich multikulti ist, wurde wieder angestimmt und es fand allerlei  mediales Drumherum statt.</p>
<p>Noch vor nicht so langer Zeit quollen die Medien förmlich über von  Pro und Contra Darstellungen zu den Sarrazin Thesen, die alles andere  als ausländerfreundlich waren und vor allem eine gescheiterte  Integration zum Thema hatten. Solch konträr diskutierte Aussagen eignen  sich blendend für Schlagzeilen, Auflagezahlen und Einschaltquoten, denn  jeder Medienkonsument hat seine eigene Meinung dazu und sieht sie nur  allzu gern bestätigt. Ebenso gern regen sich die Rezipienten der  medialen Vielfalt jedoch über die Meinungen anderer auf, so dass allen  gedient war und die Nutznießer der Verkaufszahlen und Einschaltquoten  sich lächelnd zurück lehnen konnten. Egal ob ein konstruktiver Dialog  über die abartigen Thesen Sarrazins zustande kam, Hauptsache alle  Beteiligten verdienen gut daran.<span id="more-309"></span></p>
<p>In der politischen Debatte diskutierte man noch einige Zeit  halbherzig über die notwendigen Schritte, die förderliche für die  Integration seien. Diese liegen zwar auf der Hand, würden aber  Mehrausgaben in Sachen Bildung bedeuten, die ohnehin nicht drin sind.  Also kann man diese Diskussionen vor laufenden Kameras auch nur wieder  als Investitionen in den Wahlkampf verstehen.</p>
<p>Währenddessen planten die medialen Drahtzieher schon den nächsten  gewinnbringenden Coup, denn das anstehende  Europameisterschafts‐​Qualifikationsspiel im Fußball eignete sich  ausgezeichnet für eine medienwirksame Ausschlachtung. Dieses Mal hieß  die Schlagzeile jedoch: „Gelungene Integration!“. Um auch die weniger  fußballinteressierten Zielgruppen zu erreichen, veranstaltete Sat1  bereits am Mittwoch „Deutschland vs. Türkei – Das Duell“. Das Rezept ist  ganz einfach, man lade elf deutschen Mehr‐​oder‐​weniger‐​Prominente  ein und stelle ihnen elf Gegner gegenüber, die … und da wird es  kompliziert. Sind es nun Türken oder Deutsche mit türkischem  Migrationshintergrund oder doch Prominente mit türkischen Wurzeln? Fakt  ist, dass etwa Dreiviertel der besagten Mannschaft in Deutschland  geboren wurde. Alle haben einen vorzeigbaren Schulabschluss und einen  Job, in dem sie gut verdienen, sonst wären sie wohl auch nicht  prominent. Im Duell trat man in verschiedenen mehr oder weniger  anspruchsvollen Spielen an und am Ende gewann Team Türkei.</p>
<p>Das nächste medienwirksame Ereignis war dann das Spiel selbst.  Wiederholt wurde auch dieses Mal darauf hingewiesen, wie toll diese  junge Mannschaft doch harmoniere und wie gut sich die jungen Spieler mit  Migrationshintergrund integrieren würden. Alles in allem ein gutes  Beispiel für gelungene Integration in Deutschland. Beim Spiel selbst  wurde dann mehrfach wiederholt, wie beeindruckend es doch wäre, wie  viele Fans der türkischen Mannschaft im Stadion seien. Von zwei Dritteln  war die Rede und das bei einem Heimspiel der deutschen Mannschaft, das  dadurch gefühlt fast zum Auswärtsspiel wurde, fast meinte man da etwas  Kritik heraushören zu können. Das Spiel fand in Berlin statt, was  erwartete man denn? Immer wieder war während des Spiels auch der „arme“  Mesut Özil ein Thema, der von den Fans der türkischen Mannschaft massiv  ausgepfiffen wurde. War der jetzt in seinem eigenen Kulturkreis nicht  mehr ausreichend integriert oder wo lag das Problem?</p>
<p>Alles in allem konnte man in der letzten Woche Zeuge von der Farce  der medialen Berichterstattung werden und wie man dort gern sein  Mäntelchen in den Wind hängt. Eines ist jedoch sicher, berichtet wird  nur, wenn es Quote bringt, egal wie die inhaltliche Aussage wirklich  ist.</p>

		
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		<title>Warum Medienkompetenzförderung nicht dort ankommt, wo sie gebraucht wird</title>
		<link>http://dopesoft.de/politik/warum-medienkompetenzforderung-nicht-dort-ankommt-wo-sie-gebraucht-wird/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 18:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 29. September fand im Kieler Landeshaus der erste Medienkompetenztag Schleswig-Holstein statt. Dort stand, neben einem provokativen und teilweise irritierenden Vortrag von Rolf Schulmeister über das Medienverhalten der heutigen Jugend, die Vorstellung verschiedener Initiativen auf dem Programm. Diese präsentierten ihre Angebote und informierten die anwesenden Besucher. Besonders interessant war der GameTreff des Offenen Kanal Kiels, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 29. September fand im Kieler Landeshaus der erste  Medienkompetenztag Schleswig-Holstein statt. Dort stand, neben einem  provokativen und teilweise irritierenden <a href="http://www.tschlotfeldt.de/elearning-blog/1327-schulmeister-beim-medienkompetenztag-kiel" target="_blank">Vortrag</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Schulmeister" target="_blank">Rolf Schulmeister</a> über das Medienverhalten der heutigen Jugend, die Vorstellung  verschiedener Initiativen auf dem Programm. Diese präsentierten ihre  Angebote und informierten die anwesenden Besucher. Besonders interessant  war der <a href="http://www.okwestkueste.de/sh/lernen/mk_eltern/game_treff.php" target="_blank">GameTreff</a> des Offenen Kanal Kiels, dort konnten die Besucher Videospiele  verschiedener Genres selbst ausprobieren und sich ein genaueres Bild von  der Faszination machen, die diese Spiele auf Kinder und Jugendliche  haben. Daneben informierte das <a href="http://www.schleswig-holstein.de//IQSH/DE/IQSH_node.html" target="_blank">IQSH</a> über mediale Angebote für den Unterricht. Ziel dieses Tages und der noch folgenden soll es sein, ein <a href="http://www.schleswig-holstein.de/Medienkompetenz/DE/Medienkompetenz_node.html" target="_blank">Netzwerk</a> zu bilden, damit all die guten Angebote vermehrt genutzt werden können.  Am Ende des Nachmittags gab es noch eine Podiumsdiskussion mit den  medienpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen, in der es um deren  Pläne für den Ausbau der Medienkompetenzvermittlung in  Schleswig-Holstein ging.<span id="more-311"></span></p>
<p>Der Medienkompetenztag verstand sich als Auftaktveranstaltung für  eine ganze Reihe solcher Veranstaltungen und will etwas im Land bewegen.  Damit sich etwas bewegen kann, ist es jedoch nötig, dass sich die  Antreibenden der Probleme und der einzuschlagenden Richtung bewusst sind  und diese auch klar kommunizieren. Leider kam das beim  Medienkompetenztag zu kurz. Zwar wurden zahlreiche interessante Projekte  vorgestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, die Eltern und Lehrkräfte für  die Vermittlung von mehr Medienkompetenz nutzen können, aber es wurde  zu wenig über die Realitäten an der Basis gesprochen. Diese geben  nämlich durchaus Anlass zur Besorgnis, weil viel zu wenig von dem auf  der Veranstaltung gezeigten Know How dort ankommt. Das hat vielerlei  Gründe, die schwerlich durch eine Mehr an ambitionierten Angeboten in  den Griff bekommen werden können, sondern einen ganz anderen Ansatz  erfordern.</p>
<p>Der Begriff der Medienkompetenz ist für viele Eltern und Lehrkräfte  noch zu wenig greifbar und wird häufig mit der medientechnischen  Kompetenz, also dem sicheren Umgang mit der Hard- und Software an sich,  verwechselt. Auch diese Fähigkeit ist ernst zu nehmen. Zwar ist die  Verankerung solcher Inhalte in den aktuellen Lehrplänen schon vorhanden,  sie wird aber an vielen Schulen wenig umgesetzt: Es fehlt an  entsprechend ausgebildeten Lehrkräften und adäquater räumlicher  Ausstattung. So kann es durchaus vorkommen, dass Schülerinnen und  Schüler, die sich in der neunten Klasse auf ihre Projektprüfung  vorbereiten sollen, aufgrund ungünstiger Lehrerkonstellationen noch  keine Erfahrungen in Bezug auf Recherchemöglichkeiten im Internet und  angemessene Präsentationsverfahren sammeln konnten, diese aber im Rahmen  der Prüfung unter Beweis gestellt werden sollen. Das ließe sich durch  eine frühzeitige Integration von verpflichtenden IT-Grundlagen-Stunden  in die schulinterne Stundentafel beheben, wofür aber den meisten Schulen  einfach die zugeteilten Lehrerstunden fehlen.</p>
<p>Doch Medienkompetenz meint etwas anderes, bezieht sich vielmehr auf  das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit neuen  Medien. Es geht hier um einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen  Medien sowie die Fähigkeit, Inhalte gezielt auszuwählen, sie zu  reflektieren und ihr eventuelles Gefahrenpotential abzuwägen.</p>
<p>Natürlich sind in erster Linie die Eltern in der Verantwortung, ihren  Kindern diese Kompetenzen zu vermitteln. Doch die Realität zeigt, dass  die Eltern der Gruppe der 6- bis 16-Jährigen häufig selbst mit neuen  Medien überfordert und oft nicht in der Lage sind, dieser Forderung  gerecht zu werden. Das trifft vor allem auf so genannte bildungsfernere  Schichten zu, denn dort rezipiert man Inhalte aus Fernsehen und Internet  häufig unkritisch in Menge und Zeit. Aus diesem Grund wäre es umso  wichtiger, dass die Schule diese Lücke schließt und die nötigen  Kompetenzen vermittelt. Doch auch hier trifft man auf ähnliche Probleme:  Wenn auch Lehrkräfte unbestritten über ein höheres Bildungsniveau als  viele Eltern verfügen, ist ihre Affinität gegenüber neuen Medien  gleichwohl eher als gering einzustufen. Das macht sie zu Multiplikatoren  ohne nennenswerte Faktoren und bringt die Kindern und Jugendlichen  nicht weiter.</p>
<p>Zusätzlich fehlt ständig Zeit, etwa durch die Mehrbelastung, vor  allem in bürokratischen Bereichen der Schule. Auch die häufig sehr  heterogenen Lerngruppen, die ein ganz anderes Unterrichten erfordern,  machen es schwer, den vorgegebenen Stoff in der veranschlagten Zeit zu  vermitteln. Darüber hinaus bleibt neben der Arbeit in Planungs-,  Steuerungs-, Arbeits- und Teamgruppen wenig Zeit für Fortbildungen, die  nicht mehr oder weniger verpflichtend sind, weil man sonst keine Ahnung  hat, wie die nächste zentralisierte Prüfung oder Abwicklung von  Vergleichsarbeiten ablaufen soll. Da ist die Motivation relativ gering,  sich außerdem noch mit einem eher ungeliebten Thema, das ungeheuer  komplex erscheint, zu befassen. Eigene Erfahrungen mit neuen Medien  haben die meisten Lehrkräfte kaum, die Faszination für das Spielen von  Videospielen, Chatten mit Messengerprogrammen, Austauschen in sozialen  Netzwerken oder gar twittern übers Handy entzieht sich oft ihrer  Vorstellungskraft.</p>
<p>Nun wäre eine Veranstaltung wie der Medienkompetenztag durchaus eine  gute Gelegenheit, diese Probleme auf den Tisch zu bringen und zu  diskutieren, wie man ihnen begegnen könnte. Doch hätte das wieder andere  Fässer geöffnet, die offensichtlich tunlichst geschlossen bleiben  sollten. So zum Beispiel die Aufgaben im Rahmen der Bildung, der  Förderung von medialen Projekten und einer Neustrukturierung der  Lehrerausbildung. Wenn ein weniger medienaffiner Mensch sich  entschließt, Lehrer zu werden, ist es für ihn während des Studiums und  des  Referendariats durchaus möglich, jenen Seminaren und Modulen des  IQSH aus dem Weg zu gehen, die den Kontakt mit dem Computer erfordern.  So können Referendare an den Schulen landen, die nicht in der Lage sind,  einen simplen Arbeitsbogen mit einem Schreibprogramm zu erstellen, weil  ihnen schlichtweg die Kompetenzen fehlen. Wie deren Bezug zu neuen  Medien ist, kann man sich sicherlich lebhaft vorstellen. Hier wäre eine  Möglichkeit anzusetzen, denn mediale Erziehung hat in jedem Fach ihren  Stellenwert und sollte deshalb im Rahmen der Lehrerausbildung  verpflichtend sein.</p>
<p>Weiter geht es bei den Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte.  Auch hier ist keiner verpflichtet, entsprechende Angebote zu belegen. Es  treffen sich dort meistens diejenigen, die ohnehin schon ein gewisses  Maß an Kompetenzen mitbringen und eher enttäuscht zurück in die Schulen  gehen, weil die Umsetzbarkeit aus zeitlichen und finanziellen Aspekten  problematisch ist. Werden in Schulen aus Eigeninitiative Angeboten  gemacht, die sich auf den medialen Umgang beziehen, ist die Beteiligung  aus den Kollegien meist mager, weil es als Mehrbelastung und oft auch  Zeitverschwendung empfunden wird. Es muss also ernsthaft darüber  nachgedacht werden, wie man den vermeintlichen Multiplikatoren die  Wichtigkeit des Themas nahebringt, denn nur dann werden sie eine oder  mehrere der auf dem Medienkompetenztag vorgestellten Angebote nutzen.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist die Einbindung in den Unterricht. Wie schon  erwähnt, ist es bereits jetzt sehr schwierig, die im Lehrplan  verankerten Themen im Schuljahr unterzubringen. Der Ruf nach einem  eigenen Fach für die Vermittlung von IT Grundlagen und Medienkompetenz  wird immer wieder belächelt, könnte aber dabei helfen, die Inhalte  wirklich im Schulalltag anzusprechen. Doch die Kontingentstundentafel  sieht zwar für die Klassen 5 bis 9 verpflichtend insgesamt sechs Stunden  Religion vor, aber keine einzige verpflichtende Stunde für  informationstechnologische oder medienkompetenzfördernde Bildung. Das  sollte den verantwortlichen Politikern zu denken geben. Einige  Interessenten vor Ort hätten sich sicherlich klare Worte dazu in der  abschließenden Podiumsdiskussion gewünscht. Stattdessen tauschte man  sich darüber aus, was alles im Umgang mit Neuen Medien schiefgehen kann:  Man erfuhr unter anderem, dass “Jugendliche mit ihren Webcams Bilder  auf Partys machen und sie anschließend ins Internet stellen”. Man war  sich einig, dass man mit dem Gesetzesentwurf für den 14.  Rundfunkänderungsstaatsvertrag einen kleinen aber wichtigen Schritt  gegangen sei, das aber nicht ausreiche. Es stellt sich jedoch vor allem  für die schon aktiven Multiplikatoren an der Basis die Frage, wie lange  sie noch als Einzelkämpfer in Sachen Medienkompetenz unterwegs sein  werden und wann das Bewusstsein für die Wichtigkeit bei allen  Beteiligten angekommen sein wird.</p>

		
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		<title>90er Jahre Party &#8211; Nostalgie oder Wahnsinn?</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 17:58:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nostalgie ist schon was Komisches und treibt Leute zu den seltsamsten Dingen an. Wenn man auf eine Party geht, die mit dem Titel „90er Jahre Trash Camp“ wirbt, sollte man entsprechende gewappnet sein, denn die Aussicht auf einen solchen Abend bringt allerlei Seltsamkeiten zutage. Um sich auf eine solche Party adäquat vorzubereiten, musste wie in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nostalgie ist schon was Komisches und treibt Leute zu den  seltsamsten Dingen an. Wenn man auf eine Party geht, die mit dem Titel  „90er Jahre Trash Camp“ wirbt, sollte man entsprechende gewappnet sein,  denn die Aussicht auf einen solchen Abend bringt allerlei Seltsamkeiten  zutage.</p>
<p>Um sich auf eine solche Party adäquat vorzubereiten, musste wie in  den guten alten 90ern ordentlich zu Hause vorgeglüht werden. Nach  langer Diskussion, welches Outfit den 90ern gerecht werden würde,  herrschte keine Einigkeit. Vor Ort sah man dann jedoch sämtliche  Spielarten des schlechten Geschmacks herumlaufen, die von technoliken  Plastiktütenoberteilen bis zu pinken Stumpfhosen und Hemden reichte, die  eher in die 70er denn in die 90er gepasst hätten. In der Vermutung, es  würde dort vor allem Publikum aufschlagen, dass die 90er schon aktiv  erlebt hatte, sah man sich auf der Party nicht bestätigt, denn so  mancher schien eher die 90er in seinem Geburtsjahr zu haben. Das tat der  guten Laune der Betreffenden jedoch keinen Abbruch und sie feierten und  tanzten, als gäbe es kein Morgen mehr.<span id="more-306"></span></p>
<p>Die Musikwahl des DJ mit dem Namen Coco Jamobo &amp;  Friends machte dem Namen der Party alle Ehre, denn vieles vom dort  Gespielten hat man in den 90ern eher unfreiwillig gehört, weil man sich  eigentlich viel zu cool dafür war. Jedoch verband man fast jeden Song  mit einem Menschen oder einer Begebenheit in der eigenen Vergangenheit,  so dass es im Moment der ersten Takte schon völlig außer Frage stand,  auf die Tanzfläche zu stürmen und extatisch zu Backstreet Boys, Blümchen  und Captain Jack zu tanzen. Einige mehr oder weniger stark  angeheiterten Gäste legten dabei einen durchaus flotte Sohle aufs  Parkett und man wusste nicht ob man sie für ihren Ausdruckstanz  bewundern oder sich im Fremdsschämen üben sollte. Fakt ist, dass es zu  jeder Zeit brechend voll auf der Tanzfläche war und anderweitige  Tanzbereiche geschaffen werden mussten.</p>
<p>Was treibt Menschen nun zur hemmungslosen Feierei bei solcher  Musik? Ist es tatsächlich die Nostalgie, die sich breit macht und  jeglichen kritischen Gedanken, die Musik und das eigene Outfit  betreffend, zunichte macht? Oder sehnen wir uns in Wahrheit zurück in  die 90er, in denen das Leben noch so einfach und vor uns liegend schien?  Auf jeden Fall haben sich unsere Mehr‐​oder‐​weniger‐​Helden von damals  kräftig verändert, denn während die Backstreet Boys jetzt mit New Kids  On The Block wieder auf Tour gehen, spielt Jasmin Wagner Theater in  Hamburg und von Franky Gee mussten wir uns viel zu früh verabschieden,  aber wie sangen noch die Onkelz … „Die Besten sterben jung!“</p>

		
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		<title>Schulanfang in Schleswig-Holstein</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 16:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage ist die Aufregung in vielen Haushalten Schleswig-Holsteins besonders groß, denn viele Kleine und Große haben ihren ersten Schultag. Ob ABC-Schützen oder diejenigen, die zu weiterführenden Schule wechseln, eines haben sie gemeinsam, es kommt viel Neues auf sie zu und nur selten können sie abschätzen, was sie nun für die kommenden Jahre erwartet. Alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/08/schultuete.jpg" alt="" width="250" height="150" />Dieser Tage ist die Aufregung in vielen Haushalten Schleswig-Holsteins besonders groß, denn viele Kleine und Große haben ihren ersten Schultag. Ob ABC-Schützen oder diejenigen, die zu weiterführenden Schule wechseln, eines haben sie gemeinsam, es kommt viel Neues auf sie zu und nur selten können sie abschätzen, was sie nun für die kommenden Jahre erwartet.</p>
<p>Alle Jahre wieder &#8211; kommt nicht nur der Weihnachtsmann &#8211; sondern kommen auch viele neue Kinder in die Schule. Bei uns in Schleswig-Holstein sind es in diesem Jahr 24.000 neue ABC-Schützen, die ihren ersten Schultag haben. Doch warum nennt man diese eigentlich so, die Schule ist ja schließlich kein Ballerspiel, in dem man wehrlose Pixelbuchstaben abknallt. Den Begriff ABC-Schütze gibt es schon seit dem 16.Jahrhundert und setzt sich aus ABC, das für das Lernen der deutschen Sprache steht und dem Wort Schütze, das ursprünglich Anfänger oder Neuling bedeutete zusammen. Damit sind die ABC-Schützen das, was sie nun mal sind, Neulinge im Erlernen der deutschen Schriftsprache. Die meisten von ihnen freuen sich sicherlich auf ihren ersten Schultag, gibt es doch an dem, neben all den neuen Eindrücken, Heften, Büchern und Lehrern auch die Schultüte. Die gibt es noch gar nicht so lange, denn sie wurde erst im späten 19.Jahrhundert eingeführt und man hat sich diesen Brauch von den Juden abgeschaut, denn dort bekamen die Kinder zu Beginn ihres Schullebens ein süßes Buchstabengebäck geschenkt, getreu nach dem Psalmenwort: &#8220;Dein Wort ist in meinem Munde süßer als Honig.&#8221;. In manchen Gegenden Deutschlands ist auch der Begriff Zuckertüte geläufig. Mittlerweile verkommt auch diese Tradition zu einem Kommerzzirkus, denn man kann von der Hello Kitty, über die Spongebob und Star Wars Schültüte viele weitere Merchandiseartikel kaufen. Das bietet Eltern auch eine gute Gelegenheit ihr Kind im Sinnes des Konsum gleich von Anfang an adäquat auszurüsten und gleich die ganze Serie vom Sportbeutel bis zum Radiergummi zu kaufen. <span id="more-292"></span><br />
Auch für die Kinder und Jugendlichen, die dieser Tage in eine weiterführende Schule eingeschult werden, ist es eine aufregende Zeit. Nachdem sie glücklich vor wenigen Monaten den Druck der Schulartempfehlung überstanden und die konfusen Auswüchse ihrer Eltern bei der Schulwahl überlebt haben, geht es nun mit noch mehr Ernst des Lebens weiter. Nach Schulreform und anschließenden Aufweichungen dergleichen nach den Wahlen, sieht wohl kaum ein Laie mehr durch. Hauptschule, Regionalschule, Realschule, Gemeinschaftsschule, Gymnasium mit G8, G9 und G-manweißesnicht &#8211; wer soll da noch durchsehen und was ist für das eigene Kind am besten? Die Schullandschaft in Schleswig-Holstein ist bunt und vielfältig und kann sich ebenso schnell auch wieder ändern, bevor man sich so einigermaßen in die verschiedenen Schulangebote eingelesen hat. Man kann den jugendlichen Besuchern der vielen Schulformen nur wünschen, dass sie es gut getroffen haben und dort auch den gewünschten Abschluss machen können, immerhin sind sie mit 401.500 Mitstreitern nicht allein mit diesem Problem.</p>
<p>Ob es klappt oder nicht, liegt nicht zuletzt auch an denen, die lehren. Über 23.000 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an all den verschiedenen Schulformen und versuchen die lieben Kleinen aufs Leben vorzubereiten. Und auch für sie ist jeder Schulanfang ganz schön aufregend. Wird man in den Klassen unterrichten dürfen, die man kennt und sich gewünscht hat? Werden die neuen Kollegen nett sein? Wird man dieses Jahr wieder ein neues Fachcurriculum ausarbeiten dürfen, das kurze Zeit später in die Tonne getreten wird? Fragen über Fragen, die den Lehreralltag nicht langweilig werden lassen. Aber zum Glück gibt es ja viele nette Kollegen und Kolleginnen, die sich gerne die Lasten des Schulalltags teilen und damit ist alles schon viel leichter.</p>
<p>Die Hauptsache ist doch, dass das Lernen Spaß macht und das Leben bereichert, denn wie sagte schon Wladimir Illjitsch Uljanow, vielen besser bekannt als Lenin:  „Lernen, lernen und nochmals lernen.“</p>

		
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		<title>Mein erstes BarCamp</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 07:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[dies & das]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Leute fahren ein Wochenende an den Ballermann, anderen auf Festivals, ich war am Wochenende beim ersten Kieler BarCamp. Noch vor wenigen Monaten wusste ich nicht einmal was das ist und hätte wohl vermutet, dass es was mit trinken und campen zu tun hat. Dem ist jedoch nicht so, denn bei einem BarCamp treffen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: right; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/08/barcamplakat.jpeg" alt="" width="250" height="319" />Manche Leute fahren ein Wochenende an den Ballermann, anderen auf Festivals, ich war am Wochenende beim ersten Kieler BarCamp. Noch vor wenigen Monaten wusste ich nicht einmal was das ist und hätte wohl vermutet, dass es was mit trinken und campen zu tun hat.</p>
<p>Dem ist jedoch nicht so, denn bei einem BarCamp treffen sich Menschen, die sich für die verschiedensten Themen der wunderbaren Welt der Computer interessieren. Ob Programmierer, Linuxfreaks oder Social-Media-User, alle finden dort Gesprächspartner und mehr oder weniger viel neuen Input. Das Ganze ist kostenlos und wird gelegentlich auch als Unkonferenz bezeichnet, denn zu verschiedenen Zeiten laufen Sessions zu verschiedenen Themen parallel in verschiedenen Räumen ab und man hat als Teilnehmer jede Stunde wieder aufs Neue die Qual der Wahl, welches Thema in dieser Stunde das spannendste ist.</p>
<p>Nach zu langem Überlegen, ob ich mich anmelden soll oder nicht, war es eigentlich schon zu spät, denn die Teilnehmerliste war mit 130 angemeldeten Personen schon voll. Also setze ich mich zwei Tage vor Beginn auf die Warteliste und erfuhr am Vorabend, dass ich nachgerückt war und mit dabei sein durfte. Soweit so gut, also fuhr ich am Freitagmorgen ins Wissenschaftszentrum auf dem Kieler Campus und traf im Foyer bereits die ersten bekannten Gesichter, denn ein Teil der <a href="http://foerdefluesterer.de/" target="_blank">Fördeflüsterer</a>-Redaktion gehörte zum Orga-Team. Dank guter Vorbereitung gab es für alle Teilnehmer kostenloses Frühstück mit jeder Menge Kaffee. Bekanntlicherweise lernt man beim Käffchen am besten Menschen kennen, so kam ich mit dem einen oder anderen Teilnehmer ins Gespräch, der sich bei näherem Kennenlernen als sehr unterhaltsam herausstellte.<span id="more-281"></span></p>
<p>Kaum fing ich an mich wohl zu fühlen, begann auch schon der Ernst der Sache und nach einer kurzen Begrüßung wurden wir aufgefordert uns kurz vorzustellen. Da fast jeder der Anwesenden das die Computerwelt sein erstes oder zweites zu Hause nennt, versah man sich selbst mit Tags und kündigte bei genug Wissen und Mut eine eigene Session oder Diskussion an. Diese wurden dann in ein Zeitraster eingeordnet und kurz danach ging es auch schon los mit der ersten Sessionrunde.</p>
<p>&#8220;Senioren und Web 2.0&#8243; war eine Session in der zwei ambitionierte Rentner vorstellten, wie sie Pensionäre in aller Welt dazu ermuntern das Internet als Kommunikationsinstrument zu nutzen. War alles in allem semiinteressant, bot aber Zeit, sich mit der Einrichtung des WLANs auseinander zu setzen. Danach setze ich mich in die Session &#8220;Gimp für Dummys&#8221;, in der Hoffnung den einen oder anderen Insidertrick zu erfahren, der mir dabei helfen könnte, in Zukunft effektiver mit <a href="http://www.gimp.org/" target="_blank">Gimp</a> zu basteln. Eine Antwort auf meine Frage, ob man eine Auswahl aus einem Bild direkt speichern könne, ohne den umständlichen Weg über copy&amp;paste zu gehen, konnte mir dort zwar keiner geben, aber in einem Gespräch bei Sushi nach dem Abbau ergab sich dann die Lösung. Man schneidet das Bild einfach auf den Ausschnitt zu und kann es danach direkt abspeichern &#8211; keine weiteren Fenster und zumindest gefühlt effizienter.</p>
<p>Anschließend ging es in eine Session über <a href="http://www.dokuwiki.org/" target="_blank">DokuWiki</a>, vor allem als nützliche und interessante Methode im Unterricht, war das eine interessante Veranstaltung. Die Schule fängt bald an, also kann ich es demnächst ausprobieren.</p>
<p>Eines meiner ganz persönlichen Highlights war der <a href="http://foerdefluesterer.de/Artikel/News/Mr.-X-durch-Kiel-gejagt.2588.html" target="_blank">Test eines Handygames</a>, mit dem man das bekannt Familienbrettspiel &#8220;Scotland Yard&#8221; per GPS in realer Umgebung spielen kann. Wir spielten in Teams von jeweils zwei Personen und jagten das Mr.X-Team quer über den Campus. Sehr lustig und vor allem bei schönstem Sonnenschein draußen.</p>
<p>Bei der darauf folgenden S<a href="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/08/sessionwand.jpeg" target="_blank"><img style="float: left; margin: 5px 10px;" src="http://dopesoft.de/wp/wp/wp-content/uploads/2010/08/sessionwand.jpeg" alt="" width="250" height="272" /></a>ession zum Lokaljournalismus kam es zum spontanen Treffen eines Teils der <a href="http://foerdefluesterer.de/" target="_blank">Fördeflüsterer</a>-Redaktion. In der Diskussion zu den Möglichkeiten und dem Qualitätsanspruch eines solchen Projekts gab es zumindest für mich neue Denkanstöße und einiges an Motivation wieder aktiver mitzuarbeiten. Damit war Tag eins auch herum und ich freute mich schon auf den Samstag.</p>
<p>Am Samstag lief alles noch etwas entspannter ab, denn jeder wusste nun, wie der Laden läuft und nach einem leckeren Frühstück ging es auch schon wieder mit verschiedenen Sessions los. Nach einer Diskussion über verschiedene CMS-Varianten, saß ich in einer sehr interessanten Runde, in der es um die <a href="http://foerdefluesterer.de/Artikel/News/Die-Zukunft-des-Kieler-Internets.2591.html" target="_blank">Zukunft des Internets im Raum Kiel</a> ging. Hier wurden vor allem die Leitungsvoraussetzungen näher beleuchtet und in Aussicht gestellt, dass wir mit Glück alle in etwa sechs Jahren Glasfaserkabel bin in die Wohnung haben und damit fast unbegrenzte Bandbreite, was ja durchaus eine schöne Aussicht ist.</p>
<p>Von der danach folgenden Session, in der Bildung 2.0 mit all ihren Möglichkeiten und Hürden diskutiert werden sollte, war ich etwas enttäuscht, denn ich hatte mir mehr Tiefe und Analyse der Hemmnisse gewünscht, aber man kann nicht immer alles haben. dafür lernte ich dort neue interessante Gesprächspartner kennen, mit denen ich dann in kleineren Runden auch zum Thema Bildung fachsimpeln.</p>
<p>Die Session &#8220;Twitter für Anfänger&#8221; war sehr amüsant, weil neben wirklichen Anfängern, die noch keinen einzigen Tweet abgesetzt hatten, auch erfahrene Freaks saßen, die auch ihrem Alltag plauderten und witzige Erfahrungen berichteten. das Ende vom Lied war, dass auch die Anfänger ihre ersten Schritte wagten und mit ihren mehr oder weniger naiven Fragen für Belustigung sorgten. Eine der Anfängerinnen war ich und bin jetzt unter dem Namen <a href="http://twitter.com/litakiel" target="_blank"><strong>litakiel</strong></a> bei Twitter unterwegs &#8230; mal sehen wie lange es mich fasziniert. <img src='http://dopesoft.de/wp/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gut gefallen hat mir auch die anschließende Session über das Für und Wider eines landespolitischen Blogs, in dem ambitionierte Schreiberlinge sich zu verschiedenen Themen der schleswig-holsteinischen Politik äußern können und über das vielleicht Austausch darüber zustande kommen könnte. es wäre toll, wenn ein solches Blog auf die Beine kommen würde, denn ein derartiges Angebot fehlt auf jeden Fall und die in der Session als Holzmedien benannten Institutionen können genau das nicht leisten.</p>
<p>Damit war auch der zweite Tag schon fast rum und nach einer Feedbackrunde, die voll des Lobes über die tolle Organisation des BarCamps war, begann der Abbau, der dank vieler helfender Hände sehr zügig voran ging. Danach ging ein Teil der verbliebenen Helfer noch ins <a href="http://www.soho-kiel.de/" target="_blank">Soho</a> Sushi essen und es endeten zwei Tage voller neuer Eindrücke und Erfahrungen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.barcampkiel.de/" target="_blank"><strong>Informationen zum BarCamp</strong></a></li>
</ul>

		
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		<title>Investitionen in die Zukunft</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 09:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorab gesagt, die Beobachtung von Finanzentwicklungen und ökonomischen Kreisläufen gehört nicht zu meinen erklärten Hobbythemen, deswegen wird den in diesem Bereich besser bewanderten einiges in dieser Kolumne etwas naiv vorkommen. Aber das hindert mich nicht daran einige dilettantische Überlegungen anzustellen, die zumindest einigermaßen historisch durchdacht sind. Seit Jahrtausenden war die vorherrschende Meinung die, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 5px 10px; float: right;" src="http://dopesoft.de/wp/wp-content/uploads/2010/04/geld_stapel.jpg" alt="" width="200" height="133" />Vorab gesagt, die Beobachtung von Finanzentwicklungen und ökonomischen Kreisläufen gehört nicht zu meinen erklärten Hobbythemen, deswegen wird den in diesem Bereich besser bewanderten einiges in dieser Kolumne etwas naiv vorkommen. Aber das hindert mich nicht daran einige dilettantische Überlegungen anzustellen, die zumindest einigermaßen historisch durchdacht sind.</p>
<p>Seit Jahrtausenden war die vorherrschende Meinung die, dass es wichtig ist reichlich Kinder in die Welt zu setzen. Damit sollte nicht zuletzt die alternde Generation abgesichert werden, wenn sie selbst nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Diese Tradition konnte man schon bei unseren frühen Vorfahren beobachten, die froh über jeder gesunden  und starken Nachwuchs waren. Dieser konnte dann früh mit auf den Felder helfen und später die alten Eltern versorgen. Soweit so logisch.<span id="more-241"></span></p>
<p>Im Laufe der Jahrtausende und Jahrhunderte war das ein gut funktionierendes System, denn die Menschheit bestand ja weiter. Irgendwann regelten kluge Köpfe das zentraler, denn nicht jedes alte Mütterchen hatte noch lebende Nachkommen, da Kriege und andere Widrigkeiten dem Fortbestand von Familien nicht immer zuträglich waren. Deshalb wurden Rentenversicherungen eingeführt, in die man sein Arbeitsleben lang einzahlt, um dann im Alter einigermaßen gesichert leben zu können. Die Kinder taten das genauso und so war für jede alte Generation wiederum genügend Geld vorhanden, das sie absicherte.</p>
<h3>Adoption eines Goldesels</h3>
<p>Neben den Einzahlungen in diese Rentenversicherung trugen die Familien die Kosten für ihre heranwachsenden Kinder, die &#8211; wie jeder, der Kinder hat, nachvollziehen kann &#8211; nicht gerade niedrig sind. Ob Kindergartenplatz oder Schule, Markenklamotten oder technische Spielausrüstung, alles kostet jede Menge Geld, das man sich auch sparen kann, aber dann mit dem entsprechend schlechten Gewissen leben muss, seinem Kind nicht die besten Zukunftschancen geboten zu haben. Da die Absicherung durch eine spätere Rente nicht mehr ganz so sicher ist, muss man darüber hinaus auch noch das eigene Alter durch private Modelle absichern. Auch noch soweit nachvollziehbar, denn schließlich ist ja jeder für sich selbst verantwortlich.</p>
<p>Als ich letztens ein Gespräch mit meiner Bankberaterin hatte, eröffnete sich mir jedoch eine Perspektive, die mich in meinem begrenzten Verständnis über finanzielle Absicherung im Alter zum Nachdenken brachte. Sie legte mir nahe, dass ich doch dringend darüber nachdenken solle, in eine entsprechende Altersvorsorge meines Sohnes zu investieren. Der geht zwar erst in bummelig 50 Jahren in Rente, aber man könne nie früh genug damit anfangen, man wolle doch, dass es er im Alter nicht darben muss. Eigentlich sei es in seine Alter fast schon ein wenig spät mit einer derartigen Vorsorge anzufangen, aber besser jetzt als gar nicht. Wenn ich also jetzt jeden Monat um die 30 Euro einzahle, hat er mit seinem Renteneintrittsalter etwa 200 Euro Rente zur Verfügung &#8211; ganz sicher.</p>
<h3>Hellsehen erwünscht</h3>
<p>Mal ehrlich, das ist ganz schön merkwürdig, denn mal abgesehen von der Tatsache, dass besagter Nachwuchs bisher weder einen Schulabschluss noch eine klare Vorstellung von dem hat, was er werden will, ist bis dahin einfach noch enorm viel Zeit. Dachte ich in meiner Naivität. Immerhin hatte ich mich gerade an den Gedanken gewöhnt, seit ein paar Jahren in meine eigene Altersversorge zu investieren. Aber die Eröffnung der Wichtigkeit auch für die kommende Generation konkret vorzusorgen, war mir dann doch eine Nummer zu hoch. Natürlich hat keiner von uns die allwissende Kristallkugel vor sich stehen, um zu wissen ob man sich in 50 Jahren vielleicht nur ein Brot von der besagten Rente leisten kann oder ob diese Summe tatsächlich einen angemessenen Wert hat, aber in unserem Kulturkreis neigt man ja zu einem gewissen vertrauensvollen Sicherheitsdenken.</p>
<p>Wenn ich jetzt also mal hochrechne, dass ich mit Glück bis zu meinem eigenen Renteneintritt noch Uroma werden könnte, sollte ich vielleicht schon mal anfangen für meine eventuellen Urenkelchen entsprechende Rentenabsicherungen ins Auge zu fassen, man weiß ja nie. Und letztendlich will ich mir ja kein schlechtes Gewissen einreden lassen, wenn diese dann am Tag meiner Beerdigung kein ordentliches Frühstück haben.</p>

		
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		<title>Steuergelder für Taliban</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 12:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt täglich viele Nachrichtenmeldungen, die einen zum Kopfschütteln bringen. Meistens nimmt man sie hin und kommentiert sie nicht weiter, weil man den alltäglichen, politischen Wahnsinn schon ein stückweit gewöhnt ist. Heute gelingt es mir jedoch nicht nur den Kopf zu schütteln, denn ich frage mich ernsthaft, was das noch werden soll. Die Bundesregierung denkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt täglich viele Nachrichtenmeldungen, die einen zum Kopfschütteln bringen. Meistens nimmt man sie hin und kommentiert sie nicht weiter, weil man den alltäglichen, politischen Wahnsinn schon ein stückweit gewöhnt ist. Heute gelingt es mir jedoch nicht nur den Kopf zu schütteln, denn ich frage mich ernsthaft, was das noch werden soll. Die Bundesregierung denkt ernsthaft darüber nach, gemäßigten Taliban Geld zu bieten, damit sie in in ihre Dörfer zurück kehren und Arbeit finden.<span id="more-235"></span> Ich bin ganz bestimmt weder islamophob noch deutschnational eingestellt, aber mal ehrlich, wäre es nicht sinnvoll mal vor der eigenen Tür anzufangen? In einem Beitrag auf der ZDF-Onlinepräsenz wird ausführlich ausgeführt, dass viele Taliban nur diesen Weg eingeschlagen haben, weil sie keine Zukunftsperspektiven hatten und die Taliban ihnen mehr Geld fürs Mitmachen geboten hatten, als sie durch ehrliche Arbeit verdienen könnten. Um ihre Familien ernähren zu können, haben diese Männer dann entschieden, sich in den Untergrund zu begeben und sich vor den Karren des Terrors spannen zu lassen.</p>
<p>Das ist wahrlich tragisch, wenn Menschen nur diesen Ausweg sehen und ich bin wirklich froh niemals vor dieser Entscheidung gestanden zu haben. Trotz allem sträubt sich in mir was, wenn ich darüber nachdenke, dass die Bundesregierung darüber nachdenkt, Steuergelder zu investieren, um diesen Familien den Weg zurück zu erleichtern. Mir ist schon klar, dass für sinnlosere Sachen Geld ausgegeben wurde und ebenso, dass meine folgenden Überlegungen leicht als Milchmädchenrechnung abgetan werden kann, weil Politik und Wirtschaft weitaus komplizierter sind, als ich es hier darstelle.</p>
<p>Aber man neigt ja schon dazu, die Fakten aus dem nächsten Umfeld zu interpretieren. So bekam ich vor ein paar Tagen ein Informationsschreiben von der GEW in dem angeprangert wurde, dass das Land Schleswig-Holstein in den nächsten Jahren 10 Prozent der Lehrerstellen einsparen will, weil die Finanzlage angespannt ist. Auch wenn es ein alter Hut ist, aber gute Bildung, auch für einkommensschwache Familien, verhindert das Abdriften von Jugendlichen und den aus ihnen mal entstehenden Familien. Es gibt in Deutschland ein paar Millionen Arbeitslose. Eine ganze Reihe von ihnen wurde arbeitslos, weil ihnen eine entsprechende Bildung fehlt. Die Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche mit einem schlechten Schulabschluss sehen düster aus und vielen von ihnen steht eine Hartz IV-Karriere bevor.</p>
<p>Wäre es nicht schlauer Steuergelder dort zu investieren, wo sie direkt etwas an den Zukunftsaussichten der Menschen hier vor Ort verbessern könnten, statt sich am anderen Ende der Welt zu engagieren und dort Steuergelder zu verschenken? Der nette Nebeneffekt, dass hier junge Lehrer schneller in gesicherte Arbeitsverhältnisse kommen würden, ist dabei natürlich auch nicht zu vernachlässigen.</p>
<p>Zeugen diese Überlegungen nun von einem egoistischen Weltbild, weil mir die Zukunft deutscher Jugendlicher wichtiger ist, als die afghanischer Familien oder ist es einfach eine Sache des gesunden Menschenverstandes, so zu denken?</p>

		
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