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	<title>... schreiben ... &#187; Familie</title>
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	<description>... was das Leben so bereit hält</description>
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		<title>Für den Erhalt des Kindes im Manne</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 11:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Adventskalender an sich ist eine nicht gar nicht so alte Erfindung, die in religiösen Familien aufgehängt wurde, um die Ankunft Christi gebührend zu zelebrieren. Wie so viele andere christliche Traditionen, hat sich seine Funktion und sein Aussehen jedoch über die Jahre gewaltig gewandelt. Mit ein paar Kreidestrichen fing alle an &#8211; diese wurden an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Adventskalender an sich ist eine nicht gar nicht so alte Erfindung, die in religiösen Familien aufgehängt wurde, um die Ankunft Christi gebührend zu zelebrieren. Wie so viele andere christliche Traditionen, hat sich seine Funktion und sein Aussehen jedoch über die Jahre gewaltig gewandelt.<span id="more-205"></span></p>
<p>Mit ein paar Kreidestrichen fing alle an &#8211; diese wurden an Wände oder Türen gemalt und die Kinder der Familien durften dann jeden Tag einen Strich wegwischen, bis zum Heiligen Abend. Um einen belehrenden Aspekt mit hinein zu bringen, wurden später Adventskalender mit erbaulichen, christlichen Darstellungen hinter den aufklappbaren Türchen aufgehängt. Das war im 19. Jahrhundert und erst in den 30er Jahren kam das Naschen dazu. Heute würde sich wohl kaum ein Kind über einen Adventskalender freuen, der nur mit erbaulichen Bildern gefüllt wäre, ein Mann schon gar nicht.</p>
<p>In vielen Beziehungen hat sich die Tradition erhalten, dass die Frau dem Manne einen Adventskalender kauft oder bastelt. Ob da mütterliche Anwandlungen mit im Spiel sind oder nur das Kind im Manne erhalten bleiben soll, sei an dieser Stelle mal dahin gestellt.</p>
<p>Man könnte sich an dieser Stelle fragen, warum es kaum Beziehungen gibt, in denen das der Mann für die Frau tut, ich kenne zumindest keine einzige. Wohl aber aufgeregte Freundinnen, die überlegen, was Männchen dieses Jahr in seinen Kalender bekommt. Die weniger kreativen Damen greifen an dieser Stelle zu fertigen Exemplaren, die von Rubbellosen bis zu einem Kasten Bier in dem jede Flasche mit einer Zahl versehen ist.</p>
<p>Doch es gibt auch Frauen, die da richtig in die Vollen gehen und sich mit viel Enthusiasmus in einschlägigen Foren beraten lassen, weil sie selbst keine Ideen haben. Da kommen dann interessante bis merkwürdige Ratschläge zusammen. Meine persönlichen Top-Five waren beim Lesen:</p>
<ul>
<li>Gutschein für &#8220;Klappe-halten&#8221;: Bei Einlösen dieses Gutscheins halte ich für 2 Stunden komplett meinen Mund und sage mal nichts (gilt auch für Diskussionen und nach Besuchen bei der Schwiegermutter!).</li>
<li>Gutschein für einen Quicky deiner Wahl: Wo, wann, wie und so schnell du willst.</li>
<li>Ein Spielzeugauto, als Ersatz für den echten Ferrari.</li>
<li>Gutschein für ein Kosmetikbesuch, stilecht mit Wimpernzupfen, Peeling und Maniküre.</li>
<li>Ein Labello gegen rissige Lippen.</li>
</ul>
<p>Man(n) kann von all diesen Ideen halten, was man will, Fakt ist, dass diese Frauen sich wohl gut fühlen bei dem, was sie tun. Ob die Männer das alles wirklich haben wollen oder nur gute Miene zum weiblichen Spiel machen, ist dabei die Frage. Offensichtlich motivieren sie ihre Frauen jedoch dazu, immer wieder neue Varianten auszuprobieren um ihren Männern eine besinnliche Adventszeit zu bescheren.</p>

		
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		<title>Gehet hin und mehret euch</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 11:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[dies & das]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wirtschaftskrise scheint sich trotz aller Ängste vor der Zukunft nicht auf das Paarungsverhalten der Deutschen auszuwirken, denn im Moment wird geheiratet was das Zeug hält und jeder Hans und Franz setzt Kinder in die Welt. Deshalb wird es Zeit für einen höchst subjektiven Blick auf dieses Phänomen. Wer in den letzten Wochen nicht mindestens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 5px 10px; float: left;" title="hochzeit-gameover" src="http://dopesoft.de/wp/wp-content/uploads/2009/07/hochzeit-gameover-299x300.jpg" alt="hochzeit-gameover" width="178" height="179" />Die Wirtschaftskrise scheint sich trotz aller Ängste vor der Zukunft nicht auf das Paarungsverhalten der Deutschen auszuwirken, denn im Moment wird geheiratet was das Zeug hält und jeder Hans und Franz setzt Kinder in die Welt. Deshalb wird es Zeit für einen höchst subjektiven Blick auf dieses Phänomen.  Wer in den letzten Wochen nicht mindestens fünf Hochzeitseinladungen in seinem Briefkasten fand oder auf diversen Junggesell(in)enabschieden Zeuge der Abgründe war, die solche Veranstaltungen mit sich bringen, gehört vermutlich einer aussterbenden Rasse an.</p>
<p>Doch auch wenn man vor diesem Rummel verschont bleibt, drängen sich die vielen dickbäuchigen werdenden Mütter ins Blickfeld, die kein anderes Thema als die bevorstehende Geburt ihres kleinen Lieblings haben. Auf Partys bringen die, die diesen Teil des Grauens schon hinter sich haben, ihre mehr oder weniger frisch geworfenen Sprösslinge mit und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Es darf nicht geraucht werden, zu viel getrunken natürlich auch nicht und die Mütter in der Runde beherrschen das Gespräch, in dem sie mit den frisch erworbenen Kompetenzen ihrer Bälger prahlen &#8211; &#8220;Meine Kleine kann schon eine ganze Hörbuch-CD am Stück hören&#8221; &#8211; Wahnsinn, nein Elternstolz.</p>
<p><span id="more-140"></span></p>
<p>Doch bevor es unübersichtlich wird, eins nach dem anderen. Zuerst kommt das Abschiednehmen vom Single-Dasein, das gebührend gefeiert werden muss. Dies kann mehr oder weniger peinlich vonstatten gehen. Während sich die einen albern anziehen und sich mit alkoholbedingtem Gekreisch in den Straßen der Stadt zum Affen machen und peinliche Dinge verkaufen, rotten sich andere zum gemeinsamen Besäufnis zusammen und machen eigentlich nichts anderes, als sie ohnehin einmal in der Woche tun, geben dem Ganzen aber einfach einen anderen Namen.  Zu späterer Stunde eines solchen Zusammenseins, fragt man sich gelegentlich warum die betreffende Person überhaupt den Partner heiratet über den sie schon seit geschlagenen zwei Stunden lästert, weil er scheinbar nichts taugt und eh alles falsch macht. Wenn das Thema dann ausgelutscht ist, kommt die anzuheiratende Verwandtschaft dran, die meistens auch nicht gut wegkommt. Vielleicht sollte man diese geistigen Ergüsse direkt auf den Computer des künftigen Partners streamen, damit ließe sich sicher die eine oder andere Verbindung verhindern. Was ist nur aus dem guten alten Polterabend geworden, auf dem alle Freunde, Familienangehörigen und wer sich sonst noch so zugehörig fühlte miteinander feierten und außer einem Berg zerbrochenem Geschirr kein weiteres Entertainment-Programm zu erwarten war. Vermutlich wir es demnächst sogar ein Nintendo DS-Spiel geben, mit dessen Hilfe man die verschiedenen Versionen einer solchen Abschiedsveranstaltungen durchspielen kann. Das spart dann auch die lästigen Geschichten derer, die es schon hinter sich haben und immer wieder zum Besten geben müssen, wie peinlich-toll es war.  Ist dieser Teil durchgestanden, kommt die Traumhochzeit. Der schönste Tag im Leben einer Frau &#8211; Kostenpunkt einige tausend Euro, &#8211; aber wen stört das schon, wenn doch alle glücklich dabei sind. Alles soll stimmen, die Dekoration zu den Schuhe der Braut passen und dass sich an diesem Tag die meisten Hochzeitsgäste nicht kennen, soll dabei nicht weiter stören &#8211; Hauptsache die Veranstaltung ist beeindruckend und die professionell gemachten Fotos zeugen noch Jahre später von der unglaublichen Liebe und Harmonie, die diesen Tag kennzeichnete.  Doch eine Sache kann immer schief gehen, wenn man hier im Norden wohnt &#8211; das Wetter &#8211; das Grauen aller Hochzeitsfriseurinnen. und Bräute. Da müssen dann schon mal zwei bis fünf Flaschen Haarspray geopfert werden, aber es ist ja für einen guten Zweck. Der Eventcharakter der heutigen Hochzeiten ist bezeichnend für Zeit in der sie stattfinden, denn es wird medialisiert, was das Zeug hält, von der großangelegten Powerpointpräsentation, die die peinlichsten Bilder aus der Kindheit und Jugend der Brautleute vorführen bis zu den allgegenwärtigen Digicams, denen man als Gast kaum entkommen kann. Kaum einen Tag danach werden die Hochzeitsfotos dann global-elektronisch verteilt und auch die alten Schulfreunde in Timbuktu können sich mitfreuen. Aber was soll man denn sonst in der Hochzeitsnacht machen, die Jungfräulichkeit ist ja eh schon längst dahin.  Doch ob verheiratet oder nicht, einen großen Grund zur Freunde bieten die allgegenwärtigen Kinder, seien sie jetzt schon geboren oder noch im fötalen Zustand. Wer keins hat, ist raus aus dem Gesprächskreis, denn da dreht sich alles um Geburtsanekdoten, Krabbelgruppen und das Für und Wider roter Handtücher während der Schwangerschaft. Schöne neue Welt, in der sich die werdenden Eltern in geburtsvorbereitenden Foren austauschen können. Ist das Kleine dann endlich da, wird wieder aller Welt auf allen Plattformen mitgeteilt, wie süß und gelungen es doch ist, bewiesen durch zahlreiche Bilder und Videos. Trifft man sich dann in alter Runde, dreht sich plötzlich alles nur noch um das anwesende Kind, das ja so niedlich ist und von allen bespaßt wird.  Die wenigen, die dem Bann widerstehen und das Kleine nicht alle fünf Minuten halten wollen oder auf die eiei-duttidutti-Sprachreduktion verzichten, werden schief angeschaut, als hätte sie vorgeschlagen den Zwerg zu schlachten und auf den Grill zu packen. Ein Gespräch über interessante Themen ist in diesem Umfeld unmöglich und man könnte meinen, mit dem aufkeimenden Wunsch ein Kind zu haben, sterben gleichzeitig diverse Hirnareale ab. Vielleicht wird es ja in ein paar Jahren wieder spannend, wenn die eine Hälfte der Kinder dreimal am Tag Ritalin nimmt oder es in Gesprächen um die Einklagbarkeit von Schulnoten geht, aber bis dahin &#8230;  Wer glaubt sich dem ganzen Wahn entziehen zu können, hat wenige Möglichkeiten, vor allem wenn ein gewisses Alter der Peer-Group erreicht ist. Für eine Weile half es noch, sich mit Vertretern der männlichen Spezies Anfang zwanzig zu umgeben, da sie dem Thema Kindern und Familie entspannt ablehnend gegenüberstanden, doch der Zug ist abgefahren, denn auch die Mitte Zwanzigjährigen hat der Virus erfasst und sie planen jetzt ihre Elternzeit und vermutlich auch die eigene Hochzeit. Also wird es demnächst wieder Einladungen regnen und der Zirkus geht von vorn los. Also bleibt nur das Eine &#8211; Augen zu und durch &#8211; vielleicht lernt man ja auf der nächsten Hochzeit jemanden kennen, der trotz einer eigenen glücklichen Beziehung nicht gewillt ist, sich in die Hochzeits- und Kindermaschinerie hineinziehen zu lassen und statt dessen daran interessiert ist, sich über die wirklich interessanten Themen dieser Welt zu unterhalten.</p>

		
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		<title>Was ist nur los mit den jungen Vätern?</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 10:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern erz&#228;hlte eine Freundin, die im Moment Single und mehr oder weniger auf der Suche ist, dass viele M&#228;nner, die sie beim Weggehen kennenlernt, in einer Beziehung stecken, oft gerade V&#228;ter geworden sind und trotzdem auf Teufel komm raus flirten. Oft machen diese M&#228;nner eindeutige Angebote, die sie nat&#252;rlich ausschl&#228;gt, weil ihr das den zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 5px 10px; float: right;" title="baby-auf-dem-schaukelpferd-t6475" src="http://dopesoft.de/wp/wp-content/uploads/2009/03/baby-auf-dem-schaukelpferd-t6475-212x300.jpg" alt="baby-auf-dem-schaukelpferd-t6475" width="139" height="197" />Gestern erz&auml;hlte eine Freundin, die im Moment Single und mehr oder weniger auf der Suche ist, dass viele M&auml;nner, die sie beim Weggehen kennenlernt, in einer Beziehung stecken, oft gerade V&auml;ter geworden sind und trotzdem auf Teufel komm raus flirten. Oft machen diese M&auml;nner eindeutige Angebote, die sie nat&uuml;rlich ausschl&auml;gt, weil ihr das den zu Hause sitzenden Frauen und jungen M&uuml;ttern gegen&uuml;ber falsch vorkommen w&uuml;rde.  Wir &uuml;berlegten dann in trauter Frauenrunde, wieso diese M&auml;nner das tun und was sie dazu bringt, gerade in einer Zeit fremdgehen zu wollen, die uns als Au&szlig;enstehenden so vorkommt, als m&uuml;sste sie f&uuml;r die junge Familie eigentlich sehr erf&uuml;llend sein und eher zusammenschwei&szlig;en. Nat&uuml;rlich mischte sich bei der einen oder anderen von uns auch ein ungutes Gef&uuml;hl darunter, denn wie w&uuml;rde es bei dem eigenen Mann/ Freund aussehen, wenn es denn einmal so weit w&auml;re? W&uuml;rde er auch fremdgehen, w&auml;hrend wir dann zu Hause sitzen und uns um die Brut k&uuml;mmern? Kann man ihn dann guten Gewissens mit den Kumpels um die H&auml;user ziehen lassen oder sollte man ihn nicht lieber wegsperren?</p>
<p><span id="more-91"></span></p>
<p>Vielleicht ist es aber auch nur einen  Zeiterscheinung. Viele Paare warten bis in die Drei&szlig;iger bis sie das erste Kind bekommen. Sie sind beruflich oft schon gefestigt und auf dem Weg Karriere zu machen, denn man will dem Kind ja was bieten k&ouml;nnen. Alles soll perfekt laufen, die Kinder sollen nat&uuml;rlich die besten Chancen haben und ein bisschen Hochbegabung w&auml;re auch nicht schlecht. Da das alles jedoch nicht vom Himmel f&auml;llt und wir ja auch nicht mehr wie in der Steinzeit das Balg einfach werfen, versorgen und es schon irgendwie gro&szlig; wird, muss man bestenfalls ein Zweitstudium in perfekter Kindererziehung absolvieren. Ab einem bestimmten Punkt der Schwangerschaft dreht sich alles nur noch um das erwartete Wesen. Zu den harmloseren Aktivit&auml;ten geh&ouml;ren dabei Arztbesuche, Vorsorgeuntersuchen, Geburtsvorbereitungskurse und die Wahl der perfekten Entbindungsstation. Einige wollen es aber ganz besonders richtig machen und da wird es dann gelegentlich etwas bizarr. Eine Armoatherapie f&uuml;r Mutter und F&ouml;tus, klassische Musik mit der Box auf dem Bauch (der Spr&ouml;ssling k&ouml;nnte dadurch ja vielleicht kl&uuml;ger werden), Handt&uuml;cher in warmen Farben f&uuml;r die Schwangere (ja, es soll tats&auml;chlich Auswirkungen auf die lieben kleinen Ungeborenen haben) und vieles andere mehr. Der potentielle Vater tut nat&uuml;rlich sein Bestes, um seine Liebste zu unterst&uuml;tzen. Mal ehrlich, kann man sich einen Mann vorstellen, der sich dabei nicht an den Kopf greift und an der geistigen Reife seiner besseren H&auml;lfte zweifelt. Von den angeblichen Gefahren durch pr&auml;natalen Sex ganz zu schweigen.  Doch irgendwann ist dann Tag X und es wird geworfen. Das kleine Monster ist da und jetzt geht es erst richtig los. Ab dem ersten Tag dreht sich alles nur noch um das kleine Wesen, denn jetzt kann man ja richtig loslegen und die Weichen stellen, damit auch sp&auml;ter nichts schiefgeht. Stillen ist klar, denn das macht die Kinder intelligenter. Auch wenn die Vorstellung so toll ist, die Kindernahrung immer an der Frau zu haben, ist es einfach so, dass die kleinen Monster sp&auml;testens in zwei Stunden wieder Hunger haben und man eigentlich nichts anderes macht, als sich melken zu lassen. Soziale Kontakte sind in dieser Zeit schwierig, denn das Kleine soll ja in trauter Ruhe und gewohnter Atmosph&auml;re gestillt werden, da sonst fr&uuml;hkindliche St&ouml;rungen davontr&auml;gt. Der Stillrhythmus, der Tage und N&auml;chte durchzieht, wird lediglich von Babyturnen, Babyschwimmen, Krabbelgruppen und den gelegentlichen Spazierg&auml;ngen unterbrochen. Wenn gerade nichts von all dem ansteht, liest man den Kleinen vor, l&auml;sst es klassische Musik h&ouml;ren oder bildet sich selbst weiter, damit man genau wei&szlig;, ob das Kind in der Entwicklung auch up to date ist. Es w&auml;re ja zu peinlich bei einem Treffen mit den befreundeten Familien feststellen zu m&uuml;ssen, dass alle anderen Kinder schon dreisilbige Laute brabbeln, w&auml;hren das eigene Fr&uuml;chtchen nur zweisilbig kommuniziert. Nicht belasteten Au&szlig;enstehenden kommen diese Gespr&auml;che oft einsilbig vor, aber das ist eine andere Geschichte. In solchen Gespr&auml;chen ist es auch stets ganz wichtig mit den eigenen Erfolgen anzugeben, denn man will ja unbedingt den Award f&uuml;r die &#8220;Eltern des Jahres&#8221; bekommen. Ein Freund erz&auml;hlte, dass ein Bekannter bei einem solcher Gespr&auml;che ganz stolz verk&uuml;ndete, dass seine Tochter schon eine ganze H&ouml;rspiel-CD h&ouml;ren k&ouml;nne. &#8230; Welch eine Kompetenz, ich habe gestern beim Abwaschen auch eine CD geh&ouml;rt, auf der die Relativit&auml;tstheorie auf chinesisch erkl&auml;rt wurde, bin ich jetzt chinesischer Atomphysiker?  W&auml;hrend viele der M&uuml;tter in dieser Vollbesch&auml;ftigung aufgehen und in der s&uuml;&szlig;en, kleinen Babywelt leben, frage ich mich, wie all das tats&auml;chlich auf M&auml;nner wirkt. Klar wollen auch sie das Beste f&uuml;r ihr Kind, sicher freuen sie sich und wollen auch alles richtig machen. Aber mal ehrlich, irgendwann ist es auch zu viel. Drau&szlig;en geht die Welt weiter, die Kollegen erz&auml;hlen von ihren tollen Abenden und alles was zu Hause wartet, ist eine nach Penatencreme und Babykotze riechende Frau, f&uuml;r die sich alles nur um das Kleine dreht. Sie redet nur noch von all den kleinen Erlebnissen, die sie mit dem Kind hatte, plagt sich und den Liebsten mit Selbstzweifeln, ob sie alles richtig machen und ob ein Japanisch-Kurs f&uuml;r Halbj&auml;hrige nicht doch besser w&auml;re.  W&auml;re ich ein Mann, w&uuml;rde ich auch in die n&auml;chste Bar gehen, mir mein schlechtes Gewissen wegtrinken und dann eine Frau suchen, die all das hat, was ich im Moment zu Hause vermisse.</p>

		
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