Manchmal entwickeln sich Sachen wirklich komisch, aber sehr interessant. Um ins Thema Mittelalter zu starten, bekamen die SchülerInnen drei Seiten mit ganz verschiedenen Ereignissen des Mittelalters aus den verschiedensten Kategorien. Sie sollten sie zuordnen und eine Kollegin kam auf die tolle Idee, dass jeder aus der Klasse sich ein Thema aussuchen solle, um dann einen 5-minütigen Minivortrag vorzubereiten, der dann vor der Klasse zu halten war. Wir hörten über zwei Wochen verteilt 20 mehr oder weniger gut recherchierte Kurzvorträge.
Als ich vor ein paar Tagen einen kleinen Weltkundetest aufsetzte, kam mir die Idee, die SchülerInnen danach zu befragen, welche drei Kurzvorträge ihnen am besten in Erinnerung geblieben waren und was sie daraus gelernt hatten. Das Ergebnis war sehr spannend, denn über manche Vorträge wurden sieben Mal geschrieben, über andere kein einziges Mal. Die “beliebten” Vorträge waren ziemlich bunt gemischt und es wurden nicht unbedingt nur die Vorträge von beliebten SchülerInnen aufgezählt und auch nicht vorrangig die Vorträge, die ich selbst für besonders gut hielt. Für mich ist es im Moment noch nicht wirklich einsichtig, warum bei manchen Vorträgen offensichtlich bei vielen SchülerInnen etwas hängen geblieben war … die SchülerInnen hatten heute auch keine wirklich Erklärung dafür.
Wie so oft beim Korrigieren gab es auch wieder das eine oder andere zu lachen:
- Man kann sich ja mal verschreiben … ”… er hat erzählt, dass in einem Wikingerschiff 26 oder so rodelten.” ….
- Thema: Notre Dame, der Schüler hat in dem Minivortrag gelernt, dass “es um eine sehr große Kirche ging, die in Frankreich lebte”
- oben genannt Kirche könnte aber auch “Madame de Paris” heißen … man weiß es nicht
- … es geht um den Teppich von Bayeux … “im Teppich sind viele kleine Geschichten drin, wo sich Frankreich und England gekloppt haben”
- In der mittelalterlichen Gesellschaftsordnung standen unter dem König die Kronvasallen und unter denen die “Unkronvasallen”.
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