Endlich Ferien

Ferien haben, heißt auch immer die Freizeit für die netten Nichtigkeiten zu haben, die einem sonst oft fehlt. Die letzten Tage in der Schule waren auch wirklich ziemlich stressig. Nachdem uns Schulausfall wegen schneefrei einiges an Zeit gekostet hatte, standen auch noch eine ganze Reihe spannender Unternehmungen an. So waren wir zum Beispiel am 8.Dezember in der Skelligeer Uni klettern. Endlich mal ein Ausflug nur für unsere Klasse allein. Einige Schüler hatten sich schon beschwert, dass wir immer nur etwas mit den anderen Klassen zusammen machen und nie für uns allein. Das ist ein Aspekt der Teamarbeit, der nicht immer nur Vorteile hat. Aber nun waren wir ganz für uns und es war ein ein toller Ausflug. Ich war, dank der beiden Betreuer vor Ort, in der entspannten Lage, meine Klasse einfach nur beobachten zu können und musste nur einschreiten, wenn es zu laut wurde. Der 6e-Haufen war ganz schön aufgekratzt, deswegen ging leider viel Zeit am Anfang verloren, der dann beim Klettern fehlte. Aber in der Rückmelderunde erzählten viele Schüler, dass es ihnen Spaß gemacht hat und dass sie so was gern wieder machen würden. Schön zu sehen war, dass in vielen Fällen die Zusammenarbeit beim gegenseitig Absichern gut geklappt hat und auch Paarungen zusammen arbeiteten, die sonst nicht unbedingt so gut miteinander klarkommen.

In der letzten Woche hatten wir dann noch ein Turnier für die 6.Klassen, bei dem eine Klassenmannschaft Fußball und eine Brennball-Baseball spielten. Die Fußballer hatten leider nicht so viel Glück, ihnen fehlte aber auch ein Schüler, der leider ausgefallen war. Dafür glänzten die BB-Baller und räumten ein Spiel nach dem anderen ab. Auch hier war wieder schön zu beobachten, dass sie gut zusammen spielen können und sich unterstützen, egal ob sie den anderen leiden können oder nicht, schließlich geht es ja um den Klassensieg. Der war dann auch unser und wir gingen mit einem 1. Platz und einem  4.Platz nach Hause. Schade nur, dass es keinen Pokal gab, der hätte sich so gut in unserer Sammlung auf dem Regal gemacht, aber das nächste Jahr kommt bestimmt und da gibt es sicherlich auch Turniere. 😉

Am letzten Tag haben wir dann noch schön zusammen gefrühstückt und anschließend in der Schulküche Plätzchen gebacken. Wer keinen Bock zum Backen hatte, konnte am Tisch Uno spielen, was auch super geklappt hat. Als die Plätzchen fertig waren, haben wir das Jahr noch einmal Revue passieren lassen und einige Schüler haben sich selbst gute Vorsätze für das neue Jahr überlegt.Die hörten sich ganz gut an, mal sehen wie das mit der Umsetzung klappt.

Alles in allem ein gelungener Abschluss für ein paar aufregende Monate in Klasse 6 und auch ich habe mir einen guten Vorsatz überlegt. Ich will im nächsten Jahr noch besser im Unterricht differenzieren und mir Gedanken darüber machen, welche Aufgaben für welche Schüler am sinnvollsten sind und welche sie nur über- oder unterfordern. Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber sonst wäre es ja auch zu einfach 😉

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Das Dilemma der Schulen – Zufall oder Kalkül?

In einigen Teilen der Bevölkerung hält sich nachhaltig die Ansicht, dass „die da oben“ gar nicht daran interessiert sind, Verbesserungen zu schaffen. Das gilt in unserem Bundesland vor allem auch in der Bildungspolitik. es liegt einiges im Argen, aber die Lösungen kommen nicht auf den Weg. Da kann man sich schon Fragen, ob dies  so gewollt ist oder ob die Probleme nicht im ausreichenden Maße gesehen und kommuniziert werden.

Fortbildungen sind gut, denn durch sie hat man nicht nur die Möglichkeit sich neues Wissen im eigenen Fach oder Strategien für den täglichen Umgang mit Schülern anzueignen, sondern man kommt auch ins Gespräch mit Kollegen. Oft drehen sich diese Gespräche um die Situation an den verschiedenen Schulen in unserem Land und leider allzu oft hört man nicht viel Positives. So ist die Unterrichtsversorgung in manchen Fächern sehr unterschiedlich und entspricht nicht in allen Fällen den Vorgaben der Kontingentstundentafel. Diese Stundentafel regelt, wie viele Stunden welchen Faches pro Jahrgang erteilt werden sollen. Die Abweichung von diesen Stundenvorgaben ist natürlich keine böse Absicht der jeweiligen Schulleitungen. Oft sind einfach nicht genügend Lehrer vorhanden, die das entsprechende Fach unterrichten können und das nicht nur in bekannten „Mangelfächern“ wie Physik oder Französisch, sondern mittlerweile gibt es sogar Schulen, an denen es keine Geschichtslehrer mit Fakultas (geprüfte Unterrichtsbefähigung) mehr gibt. Das bedeutet, dass an der jeweiligen Schule keine Lehrer existieren, die das Fach Geschichte tatsächlich studiert haben. Also wird fachfremd unterrichtet was das Zeug hält, was selten von Vorteil für alle Beteiligten ist. Die Kollegen, die von einem auf den anderen Tag ein ihnen unbekanntes Fach unterrichten sollen, sind den Schülern oft nur zwei Seiten im Buch voraus und zeitlich kaum in der Lage, fachspezifische, didaktische und methodische Überlegungen über das neue Fach anzustellen. Ihnen fehlt also das entsprechende Handwerkszeug, Stunden des besagten Faches so vorzubereiten, dass die Schüler in den Genuss eines fördernden und fordernden Fachunterrichts kommen können, bei dem die Lehrplan-Vorgaben in die Unterrichtsvorbereitungen einbezogen werden. Wie ansprechend der Unterricht in diesen Stunden dann aussieht kann man sich sicherlich vorstellen. Weiterlesen

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