Gerd Altmann  / pixelio.de

Gerd Altmann / pixelio.de

Mit SchülerInnen über Politik zu reden, ist ja immer sehr spannend, vor allem wenn sie auch was dazu zu sagen haben. Heute musste ich jedoch lernen, dass sie es eher langweilig finden, sich wie von den didaktischen Handreichungen von juniorwahl empfohlen näher mit den Spitzen- und Wahlkreis-KandidatInnen zu beschäftigen und dass das auch schnell das Bild verdrehen kann, weil sie die Leute nach ihrer Recherche einfach nicht so toll finden. Manchmal sind die Gründe aber auch ganz interessant, die dazu geführt haben.

Doch von Anfang an, es geht hier um eine 7.Gemeinschaftsschulklasse aus dem Wahlkreis Kiel-West, die aus Deutschland, Russland, Polen, Kirgisien, Kosovo, Irak und Libanon kommen. Einige von ihnen sind politisch gut informiert bzw. bringen aufgeschnappte Themen mit in die Schule und wir reden häufig darüber. Oft ist es sehr interessant, welche Sichtweisen sie von zu Hause mitbringen, wo andere Fernsehsender gesehen und andere Zeitungen gelesen werden. Vor allem die muslimischen männlichen Schüler überraschen mich immer wieder mit ihren offenen und liberalen Ansichten, die durchblicken lassen, dass sie die Konventionen ihrer Heimatländer als zu streng und veraltet empfinden.

In Bezug auf die Dinge, die eine Partei versprechen und dann auch umsetzen sollte, das für die Menschen im Wahlkreis Kiel-West wichtig ist, kamen schnell gute Ideen zusammen:

  • mehr kostenfreie Angebote im Stadtteil Mettenhof für Jungen und für Mädchen
  • ein Schwimmbad in Mettenhof
  • Ausbau der Ganztagsangebote in der Gemeinschaftsschule, “AGs mit Leuten, die auch was drauf haben und coole Sachen mit uns machen”
  • Keine größeren Klassen als wir jetzt haben (22 Schüler in der Klasse)
  • besseres Essen in der Mensa
  • bessere Wohnbedingungen (keine vollgeschmierten Treppenhäuser, demolierte Fahrstühle und reudige Hinterhöfe)
  • Angebote von Bürgern, sich einzubringen mehr annehmen (“mein Onkel wollte das Treppenhaus streichen, weil alles vorgeschmiert war. Da hat er Hausmeister gefragt, ob der Farbe gibt und mein Onkel streicht, ohne Geld dafür zu nehmen. Aber Hausmeister hat gesagt, geht nicht so.”)
  • Wer arbeiten geht, sollte soviel verdienen, dass es für die Familie reicht.
  • Wer länger Ausbildung macht, soll auch mehr verdienen, als die mit weniger Ausbildung, aber besonders Leute, die sich um Kinder kümmern, wie Erzieher und Sozialpädagogen sollten soviel verdienen wie Lehrer.

Als wir uns mit dem Wahlrecht seit 1850 bis jetzt im deutschsprachigen Bereich beschäftigten, waren sie überrascht, dass es Zeiten gab, in denen die Stimmen der Reichen mehr galten als die der Armen und empfanden es als sehr ungerecht. Eine Quelle besagte, dass es zu Zeiten des Dreiklassenwahlrecht da eine Gewichtung von bis zu 17 zu 1 gab, das würde bedeuten, dass in unserem Klassenrat einer fast die gesamte Klasse überstimmen könnte – wie ungerecht. Auch das Frauen nicht wählen durften, war in ihren Augen völlig inakzeptabel. Auf meine Frage, wie das denn in ihren heimatländern wäre, erfuhr ich, dass in Irak Frauen nur in manchen Orten wählen dürfen. Es stellte sich aber schnell heraus, dass das nicht von gesetzeswegen so ist, sondern dass “die Männer es ihnen nicht erlauben. … Die müssen sich da auch verkleiden, wenn sie auf die Straße gehen wollen, sonst kriegen die voll Ärger und werden geschlagen.” Auch die Tatsache, dass Wahlen nicht immer regelkonform ablaufen, brachten sie recht schnell in den Kontext Putin in Russland, “der ja auch immer bei Wahlen schummelt, damit er gewinnt.”

Ihrer Meinung nach ist es gut und wichtig, dass Wahlen ablaufen, wie sie das bei uns hier tun. Bei der Frage, ob 16-jährige schon den Landtag oder Bundestag wählen sollten, gingen die Meinungen auseinander, einige hielten sich in 2-3 Jahren noch nicht ausreichend reif, um “richtig” zu wählen. Dieser Haltung begenete ich auch wieder, als wir die Kandidaten der Parteien aus Schleswig-Holstein unter die Lupe nahmen. Vor allem bei den Kandidaten der Piraten, Torge Schmidt und Alexander Bühner, gab es immer wieder Bemerkungen, dass die “viel zu jung seien, um richtig Politik zu machen”. Auch waren sie ihnen zu wenig vorbildhaft, weil im Facebookprofil und auf der Webseite stand, dass sie Computerspiele spielen und Bilder veröffentlich waren (“Die kann jeder sehen Frau Richter, ich bin nicht mal mit dem befreundet!”), die ihrer Meinung nach nicht politikerlike sind. Aber Webseiten können sie bauen die Piraten, die sind zzwar nicht wirklich bunt, aber “voll übersichtlich, da findet man alles über die Leute und so.” Gepunktet haben die Piraten auch ganz klar mit der Idee, dass Busfahren nichts kosten sollte. “Geil,dann is schwarzfahren ja gar kein schwarzfahren mehr.” Aber: “wie sollen dann die Busfahrer und das bezin für die Busse bezahlt werden?” und “das ist ja traurig für die Kontrolleure, die dann arbeitslos werden”.

Die Gruppe CDU tat sich schwer zu verstehen, was das eigentlich für eine Partei ist und was die wollen und die Kandidaten, Jost de Jager und Kristina Herbst waren für sie auch nicht so richtig greifbar. “Irgendwie hat dieser Jost de Jager voll ein auf Schleimer gemacht, weil der den Jugendbauerhof in Mettenhof besucht hat, was soll den sowas, sollen die Kinder zu Hause erzählen, dass der toll ist und die Eltern den wählen sollen?” Schwierig war auch, was das “christlich” im Parteinamen zu bedeuten hat … “sind die jetzt für oder gegen Ausländer?”, “haben die was gegen Muslime, weil die ja christlich sind?” und was hat das mit en christlich, konservativen Werten auf sich. Wir kamen auch auf das Betreuungsgeld zu sprechen und das hielt die Klasse quasi einstimmig für großen Mist. “wie dumm ist dass denn, dann lassen die Eltern ihre Kinder doch lieber zu Hause und die lernen dann erst deutsch, wenn sie in die Grundschule kommen”, argumentierte ein irakischer Schüler. “die Kinder von den armen Familien können doch im Kindergarten viel bessere Sachen machen als mit ihrern Eltern, weil die ja nicht soviel Geld haben für Schwimmbad, Kino und so.” Dann doch lieber kostenlose Kita-Plätze für alle Familien, egal wie viel Geld die verdienen.

Dann hörten wir heute noch die Gruppe SPD. Völlig unverständlich fanden sie es, dass keiner die beleidigenden Kommentare zu Torsten Albigs Bildern auf dessen Facebookprofil löscht und man die Spamer gewähren lässt (übrigens zwei Schüler anderer Schulen, die sich lustig abwechseln und scheunentoroffene Profile haben ;) ) An Themen sind angekommen: Bildung fördern, Umwelt schützen, Atomkraftwerke weg – Windkraft her. Die Lieblingsland-Kampagne empfanden sie doch eher wieder als schleimen. Wahlkreiskandidat Jürgen Weber war nicht so spannend für sie, da half auch nicht, dass er Kapitän des FC Landtag ist.
Leider haben wir vor der Wahl jetzt nicht alle Partei-Arbeitsgruppen hören können, aber das holen wir dann nächste Woche nach, denn es bleibt spannend, zumal ja noch der Kandidat auf dem Plan steht, der direkt für Bildung verantwortlich war und sein Parteikollege, der schon zum dritten Mal verheiratet ist und in einem Interview sagte, dass er gern flirtet – mal sehen wie das gewertet wird.

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Schülervorschläge Testfragen

Posted: 30th Januar 2012 by Lita in Bildung

In den kommenden Tagen schreiben wir einen Nawi-Test. Es geht um das Ohr und den Hörvorgang. Ich habe die Schüler gebeten, mir jeweils drei Fragen aufzuschreiben, die ihrer Meinung nach dran kommen sollten. Hier die besten Fragen:

  • Welches Tier hört am meisten Hertz?
  • Zeichne dein Ohr!
  • Wie fonzunird der Amboss?
  • Wie du Tauheit griegst?
  • 5 Beispiele wo es laut ist.
  • Wie heißen die 3 Knochen?
  • Beschreibe den Weg ins Gehirn.
  • Warum hat man ein piep im Ohr?
  • Warum haben wir eine Schnecke im Ohr?
  • Warum ist Lärm so laut?

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Ein ganz normales Wochenende

Posted: 23rd Januar 2012 by Lita in dies & das

Heute im Morgenkreis erzählten die Schüler vom Wochenende. Ein Schüler berichtete, dass er das ganze Wochenende nur drin gewesen sei und die Zeit mit fernsehen und am PC verbracht hatte. Eine Schülerin fragte entrüstet: “Was, du warst nicht draußen? Noch nicht mal zum Müll werfen?”

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Imaginäre Feinde

Posted: 9th Januar 2012 by Lita in dies & das

Heute im Kurs, in dem wir immer wieder von türklopfenden Nervkindern gestört werden, steht eine Schülerin an der Tür, will sie nach erneutem Klopfen aufreißen und sagt vorher: “Wenn da jetzt wieder keiner mehr ist, dann hau ich dem eine rein” … trololol :D

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Le Parkour in Mettenhof

Posted: 27th Dezember 2011 by Lita in dies & das

Im Dezember war bei uns ein Le Parkour Wettbwerb.

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Datenachterbahn

Posted: 6th Dezember 2011 by uzi in dies & das

Es begab sich zu der Zeit als eine Kieler IT Firma eines Morgens die seltsamsten Verbindungsprobleme hatte. Keiner der netzwerkbasierten Dienste funktionierte mehr richtig, mal ging es eine Zeit lang, dann wieder nicht. Das Problem trat bei allen Mitarbeitern auf und es gab keine augenscheinliche Erklärung, da natürlich niemand etwNetzwekloopas verändert hatte.

Ich ging mit einem Kollegen auf Ursachenforschungsreise in den Serverraum, wo wir nacheinander die Firewalls und Switches neustarteten, Dienste und Geräte nacheinander deaktivierten und wieder aktivierten, alles ganz systematisch und einem geheimen Plan folgend. Nur leider gingen uns nach einiger Zeit die Geräte aus, die man abschalten könnte und die letzte Möglichkeit war ein defektes Netzwerkgerät irgendwo im Haus, das so etwas wie kosmische Wellen ausstrahlte. So fingen wir an, die drei 48-Port Switche voneinander zu trennen und siehe da, die Verbindungen auf zwei der drei Geräte fingen an sich zu stabilisieren. Nach kurzer Zeit hatten wir das Problem auf einen der Switches heruntergebrochen und mussten nun Kabel für Kabel am dritten ziehen.

Murphys Law wollte es so, dass erst einer der letzten 12 Ports uns den Hinweis auf den Übertäter lieferte und die nächste Mission war das Kramen in Gebäudeplänen und Gehirnen, damit die korrespondiernde Netzwerkdose zum Switchport gefunden werden konnte. Es handelte sich um den Besprechungsraum im Obergeschoss, den wir nun genauer unter die Lupe nahmen. An der betreffenden Zwei-Port-Dose waren beide Steckplätze belegt und die Kabel liefen durch einen Kabelschacht, der an einem VoIP Telefon endete. Neben diesem Telefon stand ein Laptop und das Telefon selbst hat einen eingebauten Miniswitch, so dass man am Telefon direkt noch einen Rechner anschließen könnte. Leider steckte das zweite Kabel des Telefons nicht im Laptop, sondern ging zurück, durch den Kabelschacht in die Wanddose. Beide so verbundenen Kabel liefen also auf zwei unterschiedlichen Switches im Serverraum auf, die dort natürlich miteinander verbunden sind. Das Ganze hat den netten Effekt, der allgemein als Netzwerkloop bekannt ist. Alle Datenpaketen konnten nun jedem anderen Netzwerkpartner auf zwei Wegen begegnen und so dumm wie diese kleinen Paketchen nun sind, drehen sie sich halt gern im Kreis und merken sich nicht, wo sie bereits gewesen sind. Also flugs das falsche Kabel aus dem Telefon gezogen und den Laptop angestöpselt und siehe da, alle Leute waren glücklich, da sie nun nach einer fast anderthalbstündigen Pause wieder arbeiten durften.

Das Lynchen des Schuldigen haben wir vorerst aufgeschoben, da das betreffende Netzwerkkabel zu kurz dafür war und die Gesetzeslage dies momentan nicht erlaubt.

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Mittlerweile habe ich mich ja daran gewöhnt, dass Schüler immer wieder der Meinung sind, dass es nicht nur ein Internet gibt, denn sobald sie einen anderen Browser als den gewohnten benutzen, sprechen sie von “dem anderen Internet”. Zahllose Erklärungsversuche verhallten nutzlos. Heute erlebte ich aber eine noch viel lustigere Episode.

In den ersten beiden Stunden wollte ich in der 5. Klasse einer Kollegin eine  Einweisung in den schuleigenen Laptopwagen vornehmen, zu dem auch ein Wlan-Access-Point gehört, der zuerst an die klassenzimmereingene Netzwerksteckdose angeschlossen werden muss, damit sich die Schüler anschließend an den Laptops in ihre Accounts einwählen können. Also stand ich mit dem Access-Point, mit einem Strom- und einem Netzwerkkabel und vier Antennen in der Hand vor der besagten 5. Klasse und fragte, ob denn jemand wisse, was das ist. Ein Schüler meldete sich und sagte mit großen Augen: “Das Internet!”. Es fiel mir denkbar schwer mich nach dieser Antwort nicht lachend über den Boden zu rollen. Aber ich blieb ernst und fragte, ob das denn heißt, dass grad niemand auf der Welt ins Internet kann, weil die Kabel ja nirgends angeschlossen ist und ich den Kasten ja in den Händen halte. Es herrschte eine Weile Stille und man hörte die Gedanken in den kleinen Köpfen förmlich rattern. Dann meldeten sich zögerlich einige Schüler und einer sagte, dass das wohl doch nicht das Internet sein könne, sondern das Wlan. ;)

Als alle Schüler sich dann glücklich in ihre Account eingeloggt hatten, sollten sie den Browser öffnen und auf eine bestimmte Seite gehen, um ein paar Online-Aufgaben im Fach Deutsch zu machen. Ein Schüler rief mich, hatte die URL auch schon in die URL-Zeile eingegeben und fragte mich, was er denn jetzt machen solle? Ich sagte ihm, auf welchen Link auf der besagten Webseite er klicken sollte, aber den konnte er nicht sehen, denn es war ihm nicht klar, dass es nicht reicht, die URL nur einzugeben, sondern, dass man auch Enter drücken muss. Ich weiß schon, warum Medienkompetenz eines meiner Lieblingsthemen ist ;)

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Qualitätsmanagement an Schulen

Posted: 30th Oktober 2011 by Lita in Bildung
Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.deIn den letzten zwei Tagen war ich bei dem ersten Präsenzseminar des Studiengangs “Schulmanagement und Qualitätssicherung”. Das Thema der Veranstaltung war “Qualität sichern und entwickeln”. Der Ablauf war sehr ansprechend, denn es bestand ein Wechsel zwischen Frontalphasen und Gruppenarbeiten, bei denen auf pädagogischen Schnickschnack verzichtet wurde und es wirklich auf die Sache ankam. Interessant waren die Aufgabenstellungen, die meistens darauf abzielten, den Inhalt des vorher Gehörten auf den Punkt bringend zusammenzufassen und praktische Umsetzungen zu skizzieren.
Alle Gruppen arbeiteten zu dem gleichen Thema und sollte es meist kurz visualisieren. Meine Erwartung war, dass es eher öde sein würde, den Präsentationen der Gruppen zu folgen, weil sicher immer und immer wieder das Gleiche wiederholt werden würde. Dem war aber nicht so, denn es wurden zwar immer und immer wieder die wesentlichen Aspekte des Themas wiederholt, aber fast jedes Mal gab es neue Ansätze und Sichtweisen. Das lag sicherlich auch an den verschiedenen beruflichen Hintergründen und Erfahrungen, die die Kursteilnehmer mitbrachten. Das Alter lag zwischen ca. 30 und 60 Jahren und beide Geschlechter waren zu fast gleichen Teilen vertreten. Die beruflichen Backgrounds waren hingegen sehr verschieden.

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Wie ticken diese Schüler nur?

Posted: 7th Oktober 2011 by Lita in Bildung

Silke Kaiser  / pixelio.deManchmal entwickeln sich Sachen wirklich komisch, aber sehr interessant. Um ins Thema Mittelalter zu starten, bekamen die SchülerInnen drei Seiten mit ganz verschiedenen Ereignissen des Mittelalters aus den verschiedensten Kategorien. Sie sollten sie zuordnen und eine Kollegin kam auf die tolle Idee, dass jeder aus der Klasse sich ein Thema aussuchen solle, um dann einen 5-minütigen Minivortrag vorzubereiten, der dann vor der Klasse zu halten war. Wir hörten über zwei Wochen verteilt 20 mehr oder weniger gut recherchierte Kurzvorträge.

Als ich vor ein paar Tagen einen kleinen Weltkundetest aufsetzte, kam mir die Idee, die SchülerInnen danach zu befragen, welche drei Kurzvorträge ihnen am besten in Erinnerung geblieben waren und was sie daraus gelernt hatten. Das Ergebnis war sehr spannend, denn über manche Vorträge wurden sieben Mal geschrieben, über andere kein einziges Mal. Die “beliebten” Vorträge waren ziemlich bunt gemischt und es wurden nicht unbedingt nur die Vorträge von beliebten SchülerInnen aufgezählt und auch nicht vorrangig die Vorträge, die ich selbst für besonders gut hielt. Für mich ist es im Moment noch nicht wirklich einsichtig, warum bei manchen Vorträgen offensichtlich bei vielen SchülerInnen etwas hängen geblieben war … die SchülerInnen hatten heute auch keine wirklich Erklärung dafür.

Wie so oft beim Korrigieren gab es auch wieder das eine oder andere zu lachen:

  • Man kann sich ja mal verschreiben …  ”… er hat erzählt, dass in einem Wikingerschiff 26 oder so rodelten.” ….
  • Thema: Notre Dame, der Schüler hat in dem Minivortrag gelernt, dass “es um eine sehr große Kirche ging, die in Frankreich lebte” ;)
  • oben genannt Kirche könnte aber auch “Madame de Paris” heißen … man weiß es nicht
  • … es geht um den Teppich von Bayeux … “im Teppich sind viele kleine Geschichten drin, wo sich Frankreich und England gekloppt haben”
  • In der mittelalterlichen Gesellschaftsordnung standen unter dem König die Kronvasallen und unter denen die “Unkronvasallen”.

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Einiges gelernt

Posted: 15th September 2011 by Lita in Bildung

Heute war wieder ein Tag voller Ereignisse, die aufgeschrieben werden müssen. In der 3. Stunde wollten wir in der 7. Klasse die kurzen Präsentationen zu verschiedenen Mittelalterthemen beenden.

Unter anderem stand heute die Plünderung Konstantinopels auf dem Plan. Die Klasse und ich konnten dabei vor allem lernen, dass ungeübtes Vorlesen schnell zu Verwirrung führen kann. Aus dem “christlichen Heer, das auszog” um zu kämpfen, wurde “der christlicher Herr, der sich auszog”, um zu kämpfen.

Eine andere Schülerin erzählte uns etwas über die Gründung der Universität in Bologna. Dort konnte man im Mittelalter neben “Kunst und anderen Richtungen auch Geisterwissenschaften studieren”.

Offensichtlich fanden das nicht alle Schüler in der Klasse so anregend wie ich, denn ein Schüler, der mir gegenüber saß, vertrieb sich die Zeit damit, die Luft anzuhalten und zu versuchen möglichst viel Blut in seinen Kopf zu drücken. Das fand ich nicht so förderlich und meckerte ihn an. Leider versprach ich mich beim Meckern und fragte: “Meinst du wirklich, dass es sinnvoll ist, sich wie ein Blöder Gehirn in den Kopf zu pumpen?”. Naja, zumindest musste er lachen und atmete wieder freiwillig … Mission erfüllt ;)

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